Besondere Feier für Ordensvater Augustinus. Am 28. August feierten die Chorherren Ordensvater Augustinus. Bischof Eidsvig lobte zurückgetretenen Propst Bernhard Backovsky.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 04. September 2020 (04:37)
Beim Hochfest des Heiligen Augustinus: Stiftsdechant Benno Anderlitschka, Kämmerer-Stellvertreter Anton Höslinger, Fest-Redner Markus Bernt Eidsvig, Bischof von Oslo, Novize Raphael Malecki und Novizenmeister Albert Maczka (v.l.).
Stift Klosterneuburg

„Vor allem, liebe Brüder, soll Gott geliebt werden, sodann der Nächste; denn das sind die Hauptgebote, die uns gegeben sind“ – definiert der Heilige Augustinus, der Patron der Chorherren. An seinem Todestag, dem 28. August, feierte das Stift Klosterneuburg den Ordensvater, erinnerte an Vergangenes und blickte in die Zukunft.

Im Vordergrund stand der Heilige Augustinus von Hippo, Impulsgeber für das Leben als Chorherr und Verfasser der Lebensregel einer Priestergemeinschaft, der sogenannten Augustinusregel: Das klösterliche Lebensideal der Klosterneuburger, geprägt durch gemeinsames Gebet und gemeinsamen Tisch, wird mit der Seelsorge außerhalb des Klosters verbunden. Der Grundauftrag ist es, mitten unter den Menschen tätig zu sein.

Ein Mitbruder hat diese Prinzipien besonders verkörpert, hob Bischof Markus Bernt Eidsvig in seiner Rede beim Hochamt hervor: „Propst Bernhard ist es gelungen, seinen Wahlspruch, der aus der Regel unseres Ordensvaters Augustinus stammt, ,In Liebe dienen‘, zu leben und im Sinne dieses Wortes die vielen Tore des Stifts Klosterneuburg für viele Menschen zu öffnen.“ Keine religiöse Gemeinschaft sei vollkommen harmonisch, „eine solche werden wir erst vor Gottes Angesicht kennenlernen. Propst Bernhard hat immer durch seinen guten Willen und seine Demut die Mitbrüder führen und so Versöhnung und Eintracht für die Zukunft schaffen wollen“, unterstreicht der Bischof von Oslo das „wichtigste Erbe“ aus der Amtszeit des zurückgetretenen Propsts Bernhard Backovsky.

Eidsvig bete für die Gesundheit Backovskys und „für das Haus, dass es allen Mitbrüdern gelingen mag, ,sich glücklich zu schätzen‘, wie Augustinus in seiner Regel wörtlich sagt, ,in Liebe dienen‘ zu können und den anderen ,in der Ehrfurcht vor Gott zu Füßen zu liegen‘.“

Diesem Leitsatz hat sich im Rahmen des festlichen Pontifikalamts auch Novize Raphael Malecki, ein Priester aus Polen, verschrieben. Er trat am 27. August 2019 im Stift Klosterneuburg ein und legte heuer die einfache Profess ab.