Neuer Stifts-Administrator tritt Amt nicht an. Der zum Administrator von Stift Klosterneuburg bestellte Gregor Henckel-Donnersmarck tritt sein Amt nicht an. Eigentlich hätte der 78-Jährige seine neue Tätigkeit mit Sonntag aufnehmen sollen, aus gesundheitlichen Gründen ist das allerdings nicht möglich, bestätigte der Sprecher des Stiftes am Montag auf APA-Anfrage einen Bericht des ORF NÖ.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 03. Mai 2021 (13:30)
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NOEN, Stift Klosterneuburg

Das Dekret zur Bestellung des Administrators sei rückwirkend wieder aufgehoben worden, nun warte man auf eine neue Entscheidung aus Rom.

Man "respektiere" die Entscheidung von Henckel-Donnersmarck, sagte Walter Hanzmann, Sprecher des Stiftes Klosterneuburg. Mit der rückwirkenden Aufhebung des Dekrets sei die alte Rechtsbasis wieder hergestellt. Für die Ernennung eines neuen Administrators ist die Kongregation für die Institute geweihten Lebens und die Gesellschaften apostolischen Lebens zuständig.

Nach dem krankheitsbedingten Rückzug von Propst Bernhard Backovsky im Mai 2020 war im Herbst Bischof Josef Clemens vom Vatikan mit der Leitung des Augustiner Chorherrenstiftes beauftragt worden. Im entsprechenden Dekret wurde demnach die Einsetzung des Päpstlichen Delegaten mit der Feststellung begründet, dass Backovsky die Situation rund um den von Mitgliedern und ehemaligen Mitgliedern des niederösterreichischen Stiftes begangenen Missbrauch nicht angemessen gehandhabt habe.

Heuer im April wurde Henckel-Donnersmarck, bis 2011 Abt des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz, vom Vatikan zum Administrator des Augustiner Chorherrenstiftes bestellt. Er sollte direkt mit Clemens zusammenarbeiten.