Stiftliche Kunst nun im World Wide Web. Die Sammlungen des Stifts gehen sukzessive ins Internet. Dort ergeben sich spannende internationale Verbindungen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. April 2019 (15:39)
Stift Klbg
Eines von vielen Kunstobjekten, die online auffindbar sind: der Ursula-Altar aus dem Jahr 1464.

Das Stift Klosterneuburg hat zu allen Zeiten seines Bestehens Kunst in Auftrag gegeben und erworben. Das Stiftsmuseum geht bereits auf das Jahr 1774 zurück. Um die vielfältigen Sammlungsbestände aus 1.000 Jahren noch besser der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde nun die „Online Galerie“ des Stiftsmuseums gestartet.

In einer ersten Tranche wurden über 400 Werke in sechs Sammlungsbereichen online gestellt. Dies sind vor allem Teile der Sammlung, die international bedeutende Bestände aufweisen und viel zu wenig bekannt sind, da sie oft nur verstreut publiziert wurden. Nun ist es möglich, durch die Kunstwerke zu browsen und dabei die eine oder andere überraschende Entdeckung zu machen.

Vernetzungen bis über den großen Teich

Schon während der vorbereitenden Recherchen zeigten sich faszinierende Möglichkeiten: Von einem Madonnenbild des venezianischen Renaissancemalers Andrea da Murano existiert etwa eine zweite Fassung im Princeton University Art Museum in den USA. Früher wäre es sehr aufwendig gewesen, an vergleichendes Bildmaterial heranzukommen. Nun kann man beide Bilder mit einem Mausklick über einen direkten Link zwischen beiden Online-Galerien diesseits und jenseits des Atlantiks vergleichen. Gleiches gilt für Renaissance-Bronzen, von denen Vergleichsstücke im Metropolitan Museum New York existieren.

Derzeit sind sechs Sammlungsbereiche online: Gotik, Renaissance, Barock, die Galerie der Moderne, die Sammlung Alfred Sammer und Klosterneuburger Ansichten aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die Galerie wird ständig erweitert: www.stift-klosterneuburg.at/online-collection