Fehlender Durchblick: Tankstelle im Visier. Die Tankstelle beim Stifts-Kreisverkehr stört den Blick auf das Stift. Jetzt braucht sie eine neue Betriebsstättengenehmigung. Am Standort ändert das aber nichts.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 25. November 2016 (10:44)
NOEN, Hornstein
Der Umbau der Avanti-Tankstelle beim Stifts-Kreisverkehr erfolgte nach einem Bescheid im Dezember 2010. Zu der Verhandlung für die Betriebsstättengenehmigung wurden aber keine Anrainer eingeladen.

Wer auf der Wienerstraße Richtung Zentrum fährt, wird vom imposanten Gebäude des Chorherrenstifts begrüßt. Eine sogenannte Sichtachse, die den Stadtplanern sehr wichtig ist. Was den Blick allerdings empfindlich stört, ist zumindest das Vordach der Avanti-Tankstelle beim Stifts-Kreisverkehr. Nachdem die Anrainer der Tankstelle allerdings zufällig dahintergekommen sind, dass sie zur Verhandlung der Betriebsstättengenehmigung nicht eingeladen worden waren, muss neu verhandelt werden. Eine Chance, das Ortsbild und die Sichtachse zu verbessern?

Vor zehn Jahren wurde über die 24-Stunden-Tankstelle beim Stifts-Kreisverkehr von der Bezirkshauptmannschaft zur Verhandlung über die Betriebsstättengenehmigung gerufen. Auf die Anrainer und ihre Anrainerrechte wurde freilich vergessen.

Der Bescheid ist daher nicht rechtsgültig und musste von der BH aufgehoben werden. In dem Einspruch der Anrainer wurden gleichzeitig die Bedenken der Nachbarn über den Tankstellenbetrieb kundgetan. Lärm- und Geruchsbelästigung stand da im Vordergrund, und das gleich 24 Stunden lang. Also muss nun ein neuer Verhandlungstermin gefunden werden, bei dem die Anrainer anwesend sein werden.

Zwei verschiedene Behörden sind am Zug

Für das Erscheinungsbild der Tankstelle hat das allerdings keine Relevanz, obwohl die Stadtplaner zumindest eine Korrektur des Ortsbilds an dieser Stelle gerne sehen würden. Planungsstadtrat Christoph Kaufmann: „Das ist eine Angelegenheit der BH. Da haben die Gemeinde und die Baubehörde keinen Einfluss.“

Der Wunsch nach einer Verbesserung der Optik und der Sichtachsen auf das Stift Klosterneuburg sei für Kaufmann aber nachvollziehbar. Als letzte Chance bleibt, dass sich die Anrainer mit ihren Einwänden durchsetzen und es daher keine Betriebstättengenehmigung seitens der Bezirkshauptmannschaft gibt. Dann müsste die Tankstelle geschlossen werden.