Alarm in Luft aufgelöst. „Mehrere treibende Personen im Wasser“ – diese Meldung rief FF und Rettung zum Einsatz. Vor Ort fanden die Ersthelfer nur eine Person. Und die trieb auf einer Luftmatratze.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 09. August 2018 (02:44)
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Temperaturen um die 30 Grad, strahlender Sonnenschein und die leichten Wellen, die die Donau im Strombad schlägt – die perfekten Voraussetzungen für einen gemütlichen Sonntag. Und den genoss ein Strombad-Badegast auf seiner Luftmatratze. Ohne eine Sorge auf der Welt relaxte er am Wasser.

Von Entspannung war bei Feuerwehr und Rettung hingegen keine Spur. Gegen 13 Uhr prophezeite der Pager einen heiklen Einsatz: „Mehrere treibende Personen im Wasser“. Fünf Feuerwehren aus zwei Bezirken, die Berufsfeuerwehr Wien und ein Christophorus-Hubschrauber rasten zu dem angeblichen Unfallort, um die vermeintlich verletzten Badegäste mit mehreren Booten zu suchen und zu retten.

„Seelenruhig die Donau stromabwärts“

Ein Mann wurde schließlich gefunden: Er trieb auf dem Wasser, allerdings gemütlich auf seiner Luftmatratze, „seelenruhig die Donau stromabwärts. Er ließ sich das schöne Wetter nicht entgehen“, schmunzelt Vize-Kommandant Benjamin Löbl über den glimpflich ausgegangenen Einsatz.

Die Rettungskräfte aus Klosterneuburg, Kritzendorf, Korneuburg, Langenzersdorf und Wien konnten also erstmal verschnaufen und schließlich einrücken.