Das Testen geht in Klosterneuburg weiter. In Klosterneuburg bleibt sie bis zum Herbst weiter offen, nicht zuletzt wegen der drohenden „Delta“-Variante.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 21. Juli 2021 (03:25)
Symbolbild
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„Testen, testen, testen“, hieß es einmal, und heißt es anscheinend noch heute. Die Teststraße in der Bezirkshauptmanschaft bleibt offen. Der Andrang ist aber überschaubar, obwohl Klosterneuburg in den letzen Tagen die Anzahl von 100.000 Testungen überschritten hat.

Wir sind Testweltmeister in Österreich, und Klosterneuburg hält da ausgesprochen gut mit. „Ja, Andrang gibt es derzeit keinen. Wir haben auch die ursprünglich zwei Teststraßen in der BH auf eine reduziert“, so der Bezirksstellenleiter beim Roten Kreuz, Thomas Wordie. Das Testangebot wird aber nach wie vor gut angenommen. Natürlich sei diese Reduktion der fortschreitenden Impfung, der entspannten Situation der Fallzahlen und dem Sommer geschuldet. Wordie: „Wie das im Herbst weitergeht, wird sich weisen. Fest steht, dass wir in Absprache mit der Stadtgemeinde bis Herbst weitermachen.“

Die neue 2G-Regelung in der Nachtgastronomie, bei der nur mehr PCR-Getestete und geimpfte Personen Nachtlokale aufsuchen können, wird das Testgeschehen weiter befeuern. Je nachdem, wie sich die Gurgeltests weiterentwickeln, wird sich auch der Bedarf an PCR-Tests regeln. Ich persönlich glaube, dass die PCR-Tests weithin an Wichtigkeit zunehmen werden“, meint Wordie.

„Delta“ ist im Vormarsch

Die drohende „Delta“-Variante ist aber weiterhin im Vormarsch. Schon jetzt haben sich mehr als 13 Prozent der Infizierten den „Delta“-Virus eingefangen, was den Herbst nicht rosig erscheinen lässt. Gab es – laut AGES – in Österreich in der Kalenderwoche 20 Ende Mai erst sechs Delta-Varianten-Nachweise bei über 4.000 Infektionen, waren es in der jüngsten Kalenderwoche bereits 131 bei 1.031 Infektionen insgesamt – ein Anteil von knapp 13 Prozent.

Auch deshalb ist es notwendig, die Testsituation in Klosterneuburg bis zum Herbst aufrecht zu erhalten.

Gemeinsam bewerkstelligen das in Klosterneuburg die Stadtgemeinde in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz, das medizinisches Personal stellt und Verwaltungsaufgaben erledigt. Entschädigt wird die Gemeinde vom Land NÖ, das sich wiederum beim Bund schadlos hält.

Derzeit ist nicht klar, ob dieses System aufrecht erhalten wird oder das Land ab Herbst diese Aufgaben übernimmt. Wordie: „Wenn das Land wie bei der Impfung alles übernehmen würde, wäre ich nicht böse.“