Auch in Klosterneuburg stellt sich die Frage: Was tun, ohne Strom?

Die Stadtgemeinde Klosterneuburg bereitet sich intensiv auf einen Blackout vor. Auch Bürger sollten sich mit dem Thema privat auseinandersetzen.

Erstellt am 03. November 2021 | 05:12
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Stadtrat und Umweltgemeinderat Leopold Spitzbart bei einem der zwei 150kVA Aggregate des Feuerwehr-Abschnittes Klosterneuburg.
Foto: Spitzbart

Auf einmal ist es dunkel. Fernseher und andere elektronische Geräte schalten sich ab. Normalerweise ist dann der FI geflogen oder es ist ein kleinräumiger Stromausfall, der meistens schnell behoben werden kann. Aber was ist, wenn es nicht nur einen kleinen Teil, sondern ganz Klosterneuburg oder gar ganz Niederösterreich betrifft.

Eines zählt vor allem: Vorbereitung

Der Klosterneuburger Katastrophen- und Zivilschutz bereitet sich natürlich auch auf diesen Fall vor. Aber auch jeder Einzelne sollte Vorkehrungen für den Fall eines Blackouts treffen.

„Black Out ist sicher unsere derzeitige Hauptaufgabe im Katastrophen- und Zivilschutz. Grundsätzlich wird nach dem allgemeinen Katastrophenplan vorgegangen. Hier liegt das Augenmerk bei der Aufrechterhaltung der Infrastruktur, wie zum Beispiel Wasserver- und -Entsorgung, aber auch die medizinische Versorgung oder der Winterdienst“, erklärt Leopold Spitzbart, Stadtrat für Zivil- und Katastrophenschutz und Einsatzorganisationen. Bereits jetzt gibt es ein Alarmierungsschema für die leitenden Mitarbeiter der Verwaltung und der Politiker.

Der Zusammenhalt in der Bevölkerung ist dann mehr gefragt denn je.“ Leopold Spitzbart Stadtrat für Zivil- und Katastrophenschutz und Einsatzorganisationen

„Als eines der Hauptprobleme sehen wir derzeit die Möglichkeit, Personal in solch einer Krise an den Arbeitsort zu bekommen. Sei es jetzt aus technischen Gründen oder auch aus Überlegungen des Selbstschutzes. Wer verlässt schon gerne sein Zuhause bei einer überregionalen Katastrophe?“, ist sich Spitzbart auch der gegebenenfalls prekären Lage der Mitarbeiter der Stadtgemeinde bewusst.

Aber nicht nur diese müssen sich dann auf eine Situation einstellen, die für die meisten wohl kaum vorstellbar ist: „Blackout als Schadlage bedeutet den vollständigen Zusammenbruch. Man darf sich nicht der Illusion hingeben, Gemeindeverwaltung und Einsatzorganisationen würden daran etwas ändern. Ziel ist es, die notwendigsten Maßnahmen zu setzen, um ein komplettes Versagen der öffentlichen Ordnung zu verhindern.“

Dem Beispiel der Stadtgemeinde sollte auch jeder Klosterneuburger folgen und sich ebenfalls auf einen Blackout vorbereiten. „Wann es tagelang keinen Strom gibt, wird sich unser Leben grundlegend ändern. Einkaufen, Tanken und Kochen, wie wir es normal gewohnt sind, wird dann nicht möglich sein. Hier sollte jeder Haushalt eine gewisse Reserve an Lebensmitteln, Wasser und eventuell Treibstoff haben. Auch das Heizen wird ohne Strom in vielen Haushalten ein Problem darstellen. Ich appelliere hier an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen, eine gewisse Vorsorge zu treffen“, appelliert Spitzbart.

Für das kommende Jahr plant Spitzbart Informationsveranstaltungen, um die Bevölkerung noch besser zu informieren. Sollte es wirklich zu einem Blackout kommen, steht für Spitzbart vor allem eines fest: „Der Zusammenhalt in der Bevölkerung ist dann mehr gefragt denn je.“

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