Tierhilfe Klosterneuburg: Hilfe für Pelznasen. Die Tierhilfe Klosterneuburg kümmert sich auch in Zeiten der Pandemie um ausgesetzte, verletzte oder ausgerissene Tiere, die von ihnen versorgt und vermittelt werden.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 03. Februar 2021 (03:48)
Symbolbild
shutterstock.com

Die meisten Tiere werden von ihren Besitzern inniglich geliebt, gepflegt und manchmal auch verwöhnt. Aber immer wieder werden – auch in Klosterneuburg – Tiere ausgesetzt. In diesem Fall, oder wenn zum Beispiel ein Tier verletzt oder gesichtet wird, wird die Tierhilfe Klosterneuburg gerufen.

Wenn ein Tier in Not ist, ist das Team der Tierhilfe Klosterneuburg immer zur Stelle. Auch wenn es in Klosterneuburg eher selten ist, mussten Obfrau Angelika Fuchs und ihre Mitstreiter im letzten Jahr einige ausgesetzte Tiere einfangen beziehungsweise sich um diese kümmern. „Gott sei Dank waren es in unserem Verein nicht mehr als zwei kleine Hunde, sieben Babykatzen und zwei Kaninchen, die nicht zugeordnet werden konnten“, erklärt Fuchs.

Pflegeeltern für Fundtiere

Die Kitten, die von der Tierhilfe gefunden wurden, konnten Fuchs und ihr Team an gute Plätze vermitteln. „Dies waren aber keine ,Streunerkitten’, heißt: keine Babys von wild lebenden Katzen. Diese waren sicher ausgesetzt, da sie sehr freundlich und sehr umgänglich waren, sozusagen handzahm. Wir können aber nicht sagen, ob das mit Corona zu tun hatte“, so Fuchs.

Wenn die Tierhilfe die Vierbeiner nicht gleich selbst vermitteln kann, besteht eine Kooperation mit dem Tierheim St. Pölten. . „Den meisten Tieren, die gefunden wurden, konnten wir allerdings das Tierheim ersparen und sie von uns aus, nach der Wartezeit von 31 Tagen, an gute Plätze weiter vermitteln“, freut sich Fuchs für die Tiere und ihre neuen Besitzer.

„Den meisten Tieren, die gefunden wurden, konnten wir allerdings das Tierheim ersparen und sie von uns aus, nach der Wartezeit von 31 Tagen, an gute Plätze weiter vermitteln.“ Angelika Fuchs, Obfrau Tierhilfe Klosterneuburg

Und die Nachfrage nach einem Haustier ist gerade während der Corona-Pandemie stark gestiegen. Vor allem Hunde- und Katzenkinder werden jetzt gerne aufgenommen. „Viele Tierfreunde nutzen die Zeit des Lockdowns, junge Tiere wie zum Beispiel Hundewelpen zu sich zu nehmen, um die Eingewöhnungsphase länger unter Kontrolle zu haben. Viele bedenken aber leider nicht, dass die Tiere es dann oft nicht gewohnt sind, wenn man dann auf einmal wieder acht Stunden arbeiten gehen muss“, weist Fuchs auch auf die Problematik hin, die dann entsteht, wenn der „normale“ Alltag wieder losgeht. Denn: „Gerade Welpen brauchen am Anfang geregelten Ablauf. Die Zeit, alleine zu bleiben, muss von Tag zu Tag gesteigert werden.“ Außerdem sollte man sich gut darüber informieren, woher ein Hund stammt, ob das Tier gesund ist und die Aufnahme entsprechend dem Tierschutzgesetz ist. Auch anfallende Kosten wie Steuern, Versicherungen und Tierarztkosten, die Betreuung während des Urlaubs oder Veränderungen im eigenen Leben spielen eine große Rolle.

Eine Entscheidung mit vielen Überlegungen

All diese Überlegungen sollten gerade jetzt nicht vergessen werden, bevor man ein neues Familienmitglied zu sich nimmt. „Viele Tierhalter überlegen leider zu wenig, was genau sie wollen. Es soll ein Welpe sein, ein süßer Welpe. Leider sieht jeder Welpe süß aus. Es wird nicht einmal gefragt oder informiert, welche Rasse zu einem passt. Schnell ist man dann überfordert, der Hund wird zu groß oder macht viel kaputt, weil man ihn rassebedingt unterfordert, oder er ist einfach nur nicht schnell genug stubenrein. Welpen sind eine große Aufgabe“, hofft Fuchs auf die Vernunft der zukünftigen Tierbesitzer.

Eine weitere Hoffnung, die mit ausführlichen Überlegungen im Vorfeld verbunden ist, dass die Tiere dann nicht auch wieder leichtfertig abgegeben werden. „Wir hoffen nicht, dass nach dem Lockdown ein großes Aussetzen stattfindet. Die Tierhilfe und andere Tierschutzvereine sind meist 24 Stunden erreichbar. Hier hoffen wir, dass uns die Leute anrufen, bevor sie gegen das Tierschutzgesetz verstoßen und Tiere sich selbst überlassen, irgendwo freilassen oder anbinden. Wir helfen gerne weiter, man kann helfen, ,das Problem’ zu lösen. Meist sind es auch nur Kleinigkeiten, die man einfach lösen kann. Man könnte auch helfen, einen anderen Besitzer zu finden“, bietet Fuchs überforderten Tierbesitzern die Unterstützung der Tierhilfe Klosterneuburg an. Denn eines ist klar: Ein Tier ist kein Spielzeug, das man leicht wieder weggeben kann, es ist ein Familienmitglied.

Umfrage beendet

  • Während der Pandemie: Habt ihr euch ein Haustier angeschafft?