Tierhilfe Klosterneuburg: Im Einsatz für Fellnasen. Seit drei Jahren sorgt sich der Verein um Hund, Katz’ und Co.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 23. April 2021 (03:05)
Aus dem Kobel gefallen und per Hand aufgezogen: Dank dem Engagement der Wildtierhilfe konnte das winzige Eichhörnchen überleben.
NOEN

Der vierbeinige Liebling ist ausgebüxt. Ein tierisches Findelkind sucht ein neues Zuhause. Oder: Ein Wildtier braucht Unterstützung vom Zweibeiner – die freiwilligen Mitglieder der Tierhilfe Klosterneuburg sind für Fellnasen und Federvieh in Not zur Stelle. Und das seit drei Jahren.

Das Team um Obfrau Angelika Fuchs ist rund um die Uhr im Dienst – für Hund, Katz’ und Co. Seit der Vereinsgründung 2018 Jahren ist viel passiert, erinnert sich die Vereinschefin: „Dank netter Tierliebhaber konnten wir den Verein schnell aufbauen. Wir haben viel erreicht. Wir leben von Spenden, und dank der Spender können wir helfen.“

Die Aufgabengebiete sind vielfältig: Der Verein unterstützt Halter bei der Suche nach ihrem vermissten Liebling. Obfrau Fuchs denkt an einen besonders schönen Moment zurück: „Wir haben in Klosterneuburg eine Katze gefunden, die schon länger in Wien abgängig war. Wir haben den Chip ausgelesen und die Besitzer angerufen. Die erleichterte Stimme am Telefon werde ich nie vergessen.“

Die Dankbarkeit – von Zwei- und Vierbeiner – ist der Lohn für die freiwillige Arbeit. Fuchs: „Die vielen schönen Gänsehaut-Momente zeigen: Es zahlt sich wirklich aus, diese Arbeit ehrenamtlich zu machen.“

„Die vielen schönen Gänsehaut-Momente zeigen: Es zahlt sich wirklich aus, diese Arbeit ehrenamtlich zu machen.“

Vereinsobfrau Angelika Fuchs erinnert sich an die vielen „Gänsehaut-Momente“.
privat, privat

Fixpunkte – in Nicht-Corona-Zeiten – sind etwa das gemeinsame Spielen auf der Vereins-Hundewiese, Schnupper- und Agility Trainings: „Hier können die Hunde in gesicherter Umgebung herumflitzen und herumtoben.“

Neben der Haustier-Hilfe hat der Verein ein zweites Spezialgebiet etabliert: die Wildtier-Hilfe. „Erst vergangene Woche haben wir einen Babyfuchs übernommen, den Kinder am Weg gefunden und leider angegriffen haben. Hier wollen wir auch aufklären, wie man mit Wildtieren umgeht: Nämlich nicht angreifen“, betont die Vereinsobfrau.

Ebenso besteht bei Haustier-Haushaltern Informationsbedarf. Die Vierbeiner, appelliert Fuchs, sollen gechippt und registriert werden: „Die Registrierung ist wichtig, das kann man gar nicht oft genug sagen. Damit die Tiere so schnell wie möglich nach Hause kommen.“

Und das funktioniert mit der Unterstützung von vielen Seiten in den meisten Fällen – zum Glück – gut. Fuchs hebt die Zusammenarbeit mit Blaulichtorganisationen, anderen Tierorganisationen und den Freiwilligen hervor: „Nur zusammen ist man stark. Die vergangenen drei Jahre haben wir Hand in Hand gearbeitet. Das werden wir auch in der Zukunft tun.“