Ein „neues Kleid“ für den Bahnhof Kritzendorf. Am Bahnhof Kritzendorf wurden in den vergangenen Monaten umfangreiche Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung und für ein schöneres Erscheinungsbild durchgeführt.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 08. März 2018 (14:03)
ÖBB, Gerald Düller
Am Bahnhof Kritzendorf: Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, Verkehrs-Landesrat Karl Wilfing und ÖBB-Vorstandsdirektor Franz Seiser (v.li.).

Die historische Fassade des Bahnhofsgebäudes hat eine komplette Sanierung erhalten, wobei auch die Türen und Fenster erneuert wurden. Ebenfalls saniert wurde der denkmalgeschützte Übergangssteg und der Bahnhofsvorplatz wurde mit einer Park&Ride-Anlage neu gestaltet.

Am Donnerstag nahmen Franz Seiser, Vorstandsdirektor ÖBB-Infrastruktur AG, und Landesrat Karl Wilfing gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager die offizielle Eröffnung vor.

„Mobilität ist eine Frage, die die Menschen im ganzen Land bewegt“Landesrat Karl Wilfing

Seiser betonte dabei: „Die Modernisierung des Bahnhofes Kritzendorf ist ein wichtiger Schritt, mit dem wir den öffentlichen Verkehr für die gesamte Region stärken und interessanter machen wollen. Durch die attraktivere Gestaltung unserer Bahnhöfe und mit einem größeren Angebot an Park&Ride-Plätzen wollen wir noch mehr Menschen für die umweltfreundliche Bahn begeistern und zum Umstieg vom Auto auf den Zug bewegen.“

Landesrat Karl Wilfing hielt fest: „Mobilität ist eine Frage, die die Menschen im ganzen Land bewegt – egal ob am Land oder in der Stadt. Und zu einer guten Infrastruktur zählen auch attraktive und moderne Bahnhöfe.“ 

Vor allem Bahnhöfe seien das Tor zum öffentlichen Verkehr. Deshalb brauche es nicht nur ein schönes Erscheinungsbild, sondern auch eine kundenfreundliche Gestaltung und kurze Wege. „Das alles ist hier am Bahnhof Kritzendorf perfekt gelungen und dafür sage ich im Namen des Landes NÖ ein herzliches Dankeschön an alle Projektbeteiligten“, so Wilfing.

Klosterneuburgs Stadtchef Stefan Schmuckenschlager meinte: „Die Bahn war schon immer eine Lebensader ins Donautal, die schmucken Bahnhofsgebäude zeugen von ihrer historischen Bedeutung.“ Umso schöner sei es, dass es gemeinsam mit den ÖBB hier am Bahnhof Kritzendorf gelungen sei, mit der Sanierung ein Stück dieser Vergangenheit zu bewahren. „Durch die Bereitstellung moderner Infrastruktur gelingt auch der Anschluss an das Mobilitätsverhalten von heute.“

Umfassende Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen

Bereits im Jahr 2016 wurde das gesamte Erdgeschoß umgebaut, adaptiert und saniert, um den Standort zu beleben. Die Neugestaltung beinhaltete die Schaffung und Gestaltung eines neuen, vergrößerten Warteraums sowie zweier neuer Mieteinheiten – einer Bücherei und einer Änderungsschneiderei. Belassen wurden zwei Technikräume der ÖBB Infrastruktur AG. Ebenso wurden 2016 bereits die Fenster und Eingangstüren im Erdgeschoß erneuert.

2017 wurden dann die Sanierungsarbeiten an den Fassadenflächen und der Tausch der restlichen Fenster im Obergeschoß durchgeführt. Die Sanierung und die Erneuerung sämtlicher Holz- und Putzteile wurden gemäß Auflagen und Bescheid des Bundesdenkmalamtes durchgeführt. Ein neuer Steinsockel wurde ebenfalls gemäß Auflagen und Bescheid des Bundesdenkmalamtes ausgeführt.

Von März bis November 2017 wurde der Übergangsteg am Bahnhof Kritzendorf restauriert. Nach seiner Demontage wurde dieser in das Brückenwerk St. Pölten abtransportiert, wo aufwändige Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten an den Stiegenaufgängen und Widerlagern des Stegs gemäß den Auflagen des Bundesdenkmalamtes durchgeführt wurden, ehe der Übergangssteg im neuen Glanz wieder an seinen angestammten Platz zurückkehren konnte. Im Vorfeld wurde ein provisorischer Zugang, eine Zufahrtsrampe, zum Bahnsteig 2 geschaffen, um den Kunden eine entsprechende Alternative zur Verfügung zu stellen. Diese Arbeiten wurden bereits 2016 durchgeführt.

Im Jahr 2017 wurde außerdem ein überdachter und versperrbarer Müllplatz, ebenfalls in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt, errichtet.

Mit der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes sowie der Errichtung einer Park&Ride-Anlage wurde im Juni 2017 begonnen. Ende Februar 2018 konnten diese abgeschlossen werden Ebenso wurden die nordseitig gelegenen 30 Stellplätze adaptiert und in die Park&Ride-Anlage eingebunden, wodurch jetzt 115 Stellplätzte für PKW, davon 4 für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, zur Verfügung stehen. Die überdachten Bike&Ride-Anlagen umfassen insgesamt 12 Moped-Abstellplätze und 84 Fahrrad-Abstellplätze.