Verkehrsfalle Piffl-Platz. Sogar Ortskundige glauben, ein etwa 25 Meter langes Straßenstück am Kardinal-Piffl-Platz ist Einbahn. „Stimmt nicht“, so Gemeinderat Müller. Und er hat recht.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 25. Juni 2014 (08:10)
NOEN, Hornstein
Wer hier vorschriftsmäßig stehen bleibt, rechnet nicht mit Linkskommenden. Müsste aber, denn das Straßenstück im Bereich der Musikschule ist keine Einbahn. Gemeinderat Wilhelm Müller macht darauf aufmerksam.
Wer von der Hermannstraße, über den Kardinal-Piffl-Platz Richtung Buchberggasse fährt, muss zwangsläufig anhalten, denn eine Stopptafel bei der Kreuzung Buchberggasse gebietet das. Die Sinnhaftigkeit dieser Stopptafel war in den letzten Ausgaben der NÖN Gegenstand heftiger Diskussion. Jetzt ist klar, warum dieses Verkehrsschild wichtig ist. Rund 25 Meter der Buchberggasse, im Bereich der Musikschule ist nämlich Gegenverkehrsbereich.

Auch die Kartenschreiber sind sich sicher, dass es sich um eine Einbahn handelt, sicher auch viele ortskundige Klosterneuburger Autofahrer rechnen bei der Gronau-Stopptafel nicht mit Linksverkehr. Praktisch ist er aber möglich, wenn auch nur dann, wenn ein Schrägparker wieder die Buchbergasse hinunter fahren will.

Zur Sicherheit auch eine Stopptafel

Auf dieses verkehrstechnische Kuriosum machte letzte Woche Wilhelm Müller, neu vereideter Gemeinderat der SPÖ, die NÖN aufmerksam. „Es ist deshalb so gefährlich, weil niemand mit dem Gegenverkehrsbereich rechnet. Jeder glaubt zu wissen, dass drei Viertel des Kardinal-Piffl-Platzes Einbahn geregelt sind“, warnt Müller.

Die NÖN konfrontierte Verkehrsstadtrat Willibald Eigner mit der Problematik. „Es stimmt, dass der Bereich bei der Musikschule keine Einbahn ist, aber deswegen gibt es zur Sicherheit auch eine Stopptafel.“

Der Stadtrat appelliert an die Eigenverantwortung der Autolenker. „Bei jeder Stopptafel muss man stehen bleiben, nach rechts, aber auch nach links schauen. Auch wenn man nicht weiß, dass hier von links jemand kommen kann, muss sich jeder an die Verkehrsregeln halten.“ Eine Änderung der Verkehrsregelung sei in diesem Bereich jedenfalls nicht geplant.