Waldseilpark nur auf Wiener Seite?. Nach Anrainerprotesten stellt Bürgermeister Schmuckenschlager klar: Keine Zustimmung zur Umwidmung.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 25. Juni 2014 (07:57)
NOEN, Waldseilpark
Protesteaktion während der Gemeinderatssitzung: Wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf, soll die Erweiterung des „Waldseilpark Kahlenberg“ jetzt auf Wiener Gebiet erfolgen.
Der Kahlenberg gehört zur Hälfte zu Wien und zur anderen Hälfte Klosterneuburg. Der „Waldseilpark Kahlenberg“ liegt auf Wiener Gebiet, plant aber eine großflächige Erweiterung auf Klosterneuburger Gemeindegebiet. Eine Protestaktion der Anrainer während der letzten Gemeinderatssitzung stellte das letzte Kapitel der Erweiterung des Waldseilparks Kahlenberg dar. Nun scheint es, dass die Anrainer keine Sorgen um ihre Ruhe mehr haben müssen. Einer notwendigen Umwidmung würde die Stadtgemeinde Klosterneuburg nämlich nicht zustimmen.

Dazu käme es aber erst dann, wenn das Projekt zur Genehmigung bei der Bezirkshauptmannschaft und bei der Stadtgemeinde eingereicht worden wäre. Ist es aber bis dato nicht. Das bestätigt die Stadtgemeinde, die Bezirkshauptmannschaft und der Betreiber, der „HOCH4 Erlebniswelt Leopoldsberg Betriebs GmbH“.

„Einer Umwidmung nie zugestimmt“

Nach Kenntnis der gewünschten Erweiterungsflächen des Waldseilparks Kahlenberg war nach Rücksprache mit dem Land NÖ klar, dass die Erweiterung einer Flächenumwidmung in Grünland/Sport oder Grünland/Freizeit bedarf. Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager: „Es wurde uns klar gemacht, welche Ausmaße die Erweiterung darstellt. Da wäre eine Umwidmung unumgänglich gewesen. Der Gemeinderat hätte aber einer Umwidmung nie zugestimmt.“ Außerdem sei das Interesse der Stadt an diesem Projekt gleich null, den es gäbe keine wirtschaftlichen Vorteile, die Klosterneuburg daraus lukrieren könnte.

„Seit einem halben Jahr haben wir kein Gespräch mehr geführt“, berichtet Bezirkshauptmann Wolfgang Straub vom Fortgang des Projekts. Außerdem wäre ihm zugetragen worden, dass der Betreiber sich jetzt eher nach Wien orientieren würde. „Es ist mir zu Ohren gekommen, dass Verhandlungen mit den Wiener Behörden wegen der geplanten Erweiterung auf Wiener Gebiet geführt worden sind“, glaubt Bezirkshauptmann Straub zu wissen. Seitens des Betreibers wird von Geschäftsführer Hannes-Mario Dejaco nur mitgeteilt, dass das „Projekt geprüft wird und noch keine Entscheidung getroffen wurde.“