Weidling

Erstellt am 11. Januar 2019, 05:31

von Julia Schönberg

Helfer für Himalaya-Land. Manfred Kunes setzt sich seit nunmehr 15 Jahren für nepalesische Familien in Not ein – nach seinem Punschstand freute er sich über eine Spendensumme von 2.654 Euro.

Manfred Kunes hilft Kindern direkt vor Ort.  |  Nepalhilfe

„Wenn dich das Bergsteigen in seiner ganzen Faszination und Leidenschaft ergriffen hat und du ständig auf der Suche nach neuen Zielen bist, wenn du die Buch-Abenteuer von Sven Hedin, Herbert Tichy oder Hermann Buhl verschlungen hast, dann kommst du irgendwann nicht daran vorbei, in den Himalaya zu gehen“, so beschreibt der Weidlinger Manfred Kunes seinen Bezug zu Nepal. 2003 lernte Kunes die Organisation „Nepalhilfe“ durch einen Zufall kennen, als er über deren jährlichen Himalaya-Kalender stolperte. Da war das Fieber in ihm bereits entfacht.

Lange Zeit träumte Kunes davon, und 2005 konnte er sich diesen Traum dann endlich erfüllen, er reiste das erste Mal nach Nepal. „Die Berge und Dimensionen im Himalaya sind unfassbar gigantisch, aber eines hat mich bei meiner ersten Reise noch viel mehr berührt: die Menschen in diesem Land, die Zufriedenheit, die Bescheidenheit und die Herzlichkeit trotz unglaublicher Armut. Und dennoch sind sie um vieles reicher als wir, denn sie schätzen die einfachsten Dinge im Leben und gehen sehr sorgfältig damit um“, so der leidenschaftliche Bergsteiger.

„Eines hat mich bei meiner ersten Reise noch viel mehr berührt als die Berge: die Menschen in diesem Land.“ Manfred Kunes, Nepalhilfe

Die „Nepalhilfe Beilngries“ ist 1992 entstanden, als fünf bayrische Polizisten von einer Reise aus Nepal zurückkamen und beschlossen, den Menschen und vor allem den Kindern dort zu helfen. Im Jahr 2000 setzten sich die Brüder Erwin und Max Stix aus Lichtenegg mit dem Extrembergsteiger Hans Kammerlander in Verbindung, ein treuer Begleiter der Nepalhilfe von der ersten Stunde an. Die „Nepalhilfe Beilngries – Sektion Lichtenegg“ war entstanden, drei Jahre später mit einem verlängerten Ast in Klosterneuburg und Manfred Kunes.

Der Schwerpunkt der Organisation liegt bei der Bildung von Kindern. Bis heute können sie 30 Schulen mit bis zu 400 Kindern und mehr für sich verbuchen. „Bildung gibt den Menschen eine Chance auf ein besseres Leben. Ein Herzstück ist auch unser Waisenhaus mit durchschnittlich 40 Kindern, die wir aus unterschiedlichsten Gründen schon manchmal mit drei Jahren auffangen und bis ins Berufsleben begleiten“, so Kunes. Der Wiederaufbau der zerstörten Schulen nach den schweren Erdbeben 2015 zählt ebenfalls zu den Aufgaben der Organisation. „Durch zahlreiche Unterstützer und viel Vertrauen in unsere Arbeit werden wir Ende 2019 den Urzustand vor den Erdbeben wieder hergestellt haben“, erklärt Kunes.

Auf die Frage, warum er das macht, antwortete er: „Weil ich von dieser Art von Hilfe überzeugt bin. Ich reise regelmäßig nach Nepal und besuche unsere Projekte, überzeuge mich persönlich von den Fortschritten und bin glücklich, so vielen unglaublich herzlichen Menschen begegnet zu sein“, so Kunes abschließend.