Poller vor der Furt: Fahrverbot fix montiert. Seit Anfang März verhindern zwei eingebaute Poller vor der Furt in der Feldergasse in Weidling das Durchfahren mit dem Auto. Die einen freut’s, die andern nicht.

Von Julia Koller. Erstellt am 21. März 2020 (03:06)
Die Furt dient vielen Anrainern als Naherholungszone, und für Kinder ist dieser Platz ein beliebter Spielplatz – doch nicht allen gefällt ein generelles Durchfahrverbot. Für einige Anrainer stellen die Poller eher eine Verkehrsbehinderung dar, sodass große Umwege gefahren werden müssen.
Koller, privat

Seit einer geraumen Zeit bemühen sich der Verein „Lebenswertes Weidlingtal“ und einige Anrainer der Feldergasse und Umgebung um die Sperre der Furt. Die Durchfahrt mit dem Auto war dabei wohl einigen ein Dorn im Auge.

NOEN

Alle Naturliebhaber und Familien mit Kindern, die in der Furt spielen wollen, wird die Nachricht über die nun eingesetzten Poller demnach besonders freuen. Auch Irene Edtmayer vom Verein „Lebenswertes Weidlingtal“ freut sich über die Maßnahme der Stadtgemeinde Klosterneuburg.

„Im Namen aller Anrainer möchte ich mich herzlich für den Beschluss für die Poller bei der Furt Weidling bedanken, die nun auch aufgestellt wurden“, so Edtmayer. „Für die Anrainer bedeutet dies eine enorme Lärmerleichterung, für die Kinder ein unbeschwerteres Spiel, für den Bach hoffentlich etwas weniger Belastung und für die Spaziergänger wesentlich weniger Verkehr und entspannteres Wandern entlang der Feldergasse“, meint Edtmayer weiter.

Doch ebenso gibt es die Gegenstimmen, für die die Poller eine Verkehrsbehinderung darstellen. Zum Beispiel für Ex-
Vizebürgermeister Helmut
Zuschmann.

So wurde laut ihm nie Kontakt zu den Anrainern aufgenommen, weder um das ehemalige Fahrverbot noch das aktuelle Setzen der Poller seitens der Stadtgemeinde bekannt zu geben.

„Es wurden Anfang März Poller gesetzt, ohne mit den Anrainern von der Feldergasse (Anfang), der A. Müller-Guttenbrunnstraße, der Mittelstraße und der Roseggergasse Kontakt aufzunehmen, die nunmehr gezwungen sind, einen Umweg bei einer Fahrt in das Ortszentrum und zurück von etwa 2,2 Kilometer in Kauf nehmen zu müssen“, so Zuschmann.