Mit Stacheldraht auf Mountainbiker-Jagd. Sportlerin entdeckte Drahtseil- und Stacheldraht-Fallen auf Radfahrstrecke. Die Polizei ermittelt wegen Gefährdung. Exekutive und Trails-Verein rufen Biker zu Vorsicht auf.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 23. August 2017 (05:55)
NOEN, kurz nach dem Anfang von der Steinrieglgasse kommend – entdeckte Stefanie Steindl Draht-Fallen, die für Mountainbiker aufgestellt wurden. Schockiert meldete sie den Fund der Polizei, die nun gegen Unbekannt ermittelt.
Am Wurzeltrail –

Stefanie Steindl war am Mittwochnachmittag, 16. August, auf ihrem Drahtesel am Wurzeltrail unterwegs. „Gleich am Anfang – von der Steinrieglstraße kommend – bemerkte ich zuerst einen Draht, der an einem herausgerissenen Zaunpfeiler hängend über den Weg gespannt war“, erzählt die Finderin der NÖN. Das etwa ein Zentimeter dicke Seil war auf eine Höhe von 1,20 Meter über dem Boden gespannt. Steindl: „Wenn nun jemand aus der entgegengesetzten Richtung mit dementsprechender Geschwindigkeit bergab durch den letzten Abschnitt gefahren wäre, dann hätte es sicher ein böses Ende genommen“, ist die Zeugin schockiert.

Stacheldraht als zweites Hindernis

Schockiert meldete die Bikerin den Fund bei der Polizei Klosterneuburg. „Wir ermitteln wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit“, bestätigt Chefinspektor Georg Wallner. „Wir gehen davon aus, dass sich ein Waldbenutzer in seinen Freiheiten gestört fühlt und nun offensichtlich versucht, die Mountainbiker einzuschüchtern“, vermutet der Polizist, der Radfahrer nun zu Vorsicht aufruft.

„Wir gehen davon aus, dass ein Waldbenutzer sich gestört fühlt und nun versucht, die Mountainbiker einzuschüchtern.“ Georg Wallner, Chefinspektor

Er rät Benutzern, die Strecke zu überprüfen, bevor sie auf dem Mountainbike hinunter fahren. Wenn neue Fallen auftauchen, sollen die Finder sofort die Exekutive verständigen und sie zum Fundort lotsen. „Die Stelle abriegeln und die Hindernisse am besten nicht angreifen, damit wir die Spuren sichern können“, appelliert Wallner.

NOEN

Mehr Details über die Fallen und wie sich die Mountainbiker verhalten sollen lesen Sie in der aktuellen Printausgabe der NÖN Klosterneuburg sowie im ePaper.