Klosterneuburg

Erstellt am 14. Juni 2018, 05:22

von Julia Schönberg

Mit schwerer Last durchs Weidlingtal. Der zunehmende Straßenverkehr ist in Klosterneuburg und in Weidlingbach Thema.

Neben Ortsvorsteherin Traude Balaska machen sich auch weitere Bürger im Weidlingtal Sorgen über den Schwerlast-Verkehr.  |  NOEN, Schönberg

In Zeiten von motorisierten Fahrzeugen, sowohl Autos als auch Lastkraftwagen, ist die Mobilität, aber auch Lärm, Feinstaub und mangelnde Rücksichtnahme gestiegen. Gerade in ruhigen, grünen Orten wie Weidlingbach, der inmitten der „Lebensregion Biosphärenpark Wienerwald“ liegt, führt ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, insbesondere durch Lkw, zu Unmut.

So wendete sich die Ortsvorsteherin Traude Balaska an die NÖN und beschrieb den enorm zugenommenen Schwerlastverkehr durch ihre Katastralgemeinde. „Ich weiß schon, wir wohnen an einer Landesstraße, aber die Zunahme der Betonmischfahrzeuge ist wirklich unerträglich. Teilweise fahren diese im Fünf- bis Sieben-Minuten-Takt“, so Balaska. „Die Betonmischer fahren teils mit 70 Stundenkilometer durch das Weidlingtal. Durch Zufall fuhr ich hinter einem her“, beschreibt die Ortvorsteherin.

Balaska berichtete von einem besorgten Bürger der Gemeinde, der dem Ganzen ganz genau auf den Grund gehen wollte und
einem dieser Betonmisch-Lkw nachfuhr, um herauszufinden, woher sie kommen und wohin sie fahren. So verfolgte er einen mit Beton beladenen Lkw von der Firma Rohrdorfer, die unter anderem im Klosterneuburger Industriegebiet ansässig ist, bis zu einer Groß-Baustelle nach Wien-Auhof.

Betontechnologie bestimmt Lkw-Route

Auf Nachfrage der NÖN bezog die Firma Rohrdorfer Stellung. „Die kürzeste Route über die Höhenstraße dürfen wir aufgrund des Lkw-Fahrverbotes nicht benutzen. Durch das Stadtgebiet von Wien über Heiligenstadt, den Gürtel und die Hadikgasse geht es sich aus betontechnischer Hinsicht nicht aus, da das Produkt binnen einer Stunde verarbeitet werden muss“, so Heidi Graf von der Firma Rohrdorfer, „als einzige Route bleibt uns die Strecke über Mauerbach. Wir bitten noch um etwas Geduld, das Bauvorhaben wird im August beendet sein.“ Weiters erklärt Graf: „Wir werden unsere Frächterfahrer dazu anhalten, vorsichtig zu fahren.“