„Lebenswertes Weidlingtal“: Neuer Vorstand für Verein. Mit Harl übernimmt Ur-Weidlinger Zepter bei „Lebenswertem Weidlingtal“.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 28. September 2017 (19:24)
NOEN, privat
Alfred Harl, Thomas Kollaczia-Putz, Irene Edtmayer, der ehemalige Obmann Stellvertreter Ewald Hontsch und Heinz Heger (v. l.) bei der Generalversammlung des Vereins „Lebenswertes Weidlingtal“.

Kurz vor seinem Tod bat der Obmann des Vereins „Lebenswertes Weidlingtal“, Rudolf Gruber, Alfred Harl zu sich. Der Grund war die Sorge von Gruber, dass sein Verein, den er jahrzehntelang liebevoll führte, nicht mehr länger bestehen könnte. Harl und der Verein setzten nun aber ein kräftiges Lebenszeichen, denn es gibt einen neuen Vorstand und der Verein war bei der Riedenwanderung so lebendig wie noch selten zuvor.

NOEN, Heger
Johannes und Irene Edtmayer mit dem neuen Obmann des Vereins „Lebenswertes Weidlingtal Alfred Harl sowie Weidlings Ortsvorsteher Martin Trat bei der Riedenwanderung.

„Wir wollen die Tradition des Vereins natürlich im Sinne von Rudolf Gruber weiterleben. Wir haben aber auch ein paar neue Ideen und Anknüpfungspunkte“, erzählt Neo-Obmann Alfred Harl gegenüber der NÖN. Einer davon soll sein, dass sich die Weidlinger wieder mehr treffen können. „Ich bin seit über fünfzig Jahren Weidlinger. Früher trafen sich die Jugendlichen bei der Brücke, dort wurde dann Fußball gespielt. Heutzutage sieht man da niemanden mehr. Ich würde gerne die Jugendlichen kennenlernen“, setzt Harl eine erste Initiative. Dabei soll ein Generationencafé helfen.

Generell sollen der Dialog und die Kommunikation in Weidling wieder vorangetrieben werden. „Ich kann mir auch ein Dialogforum vorstellen. Wir laden dazu bekannte Persönlichkeiten ein und binden sie in unser Gesellschaftsleben ein. Ich könnte mir beispielsweise so einen Dialog-Abend mit Charly Blecha gut vorstellen“, hat Harl schon konkrete Pläne.

Neuer Obmann forciert die Kommunikation

Die Bebauungsproblematik will Harl ebenfalls mit seinem Verein angehen. „Die Hauptstraße 13 beschäftigt ganz Weidling. Ich habe mich schon mit den Bauverantwortlichen getroffen und ihnen unsere Sicht der Dinge geschildert“, sagt Harl.

Wichtig seien ihm auch die Veranstaltungen des „Lebenswerten Weidlingtales“. Dazu gehören das Brunnwiesenfest, der Flohmarkt, die Riedenwanderung.

Letztere nahm Harl mit seinem neuen Vorstand rund um Irene Edtmayer und Heinz Heger gleich als Gelegenheit, um seine Ideen vorzustellen. 50 Wanderer fanden sich dazu im Kirchgarten Weidlings ein. Über die Lenaugasse ging es zur Rosenbühlgasse und den Schmalen Graben zur Obstversuchsanlage auf den Haschhof. Nach dem steilen Aufstieg wurde die Gruppe vom Obstbaumeister Markus Ruzicka eben dort empfangen.

Die interessierten Besucher konnten bei einer ausführlichen Führung tiefe Einblicke in die Arbeit der Wein- und Ostbauschule gewinnen. Fragen zu den diversen Themen wurden kompetent und mit viel Geduld beantwortet. Der Rundgang am Gelände des Haschhofes fand seinen Abschluss mit einer Verkostung der erzeugten Produkte wie Wein, Fruchtsäfte und frischen Äpfeln.

Betriebsleiter Manfred Kickenweiz sowie der Direktor der Wein- und Obstbauschule Reinhard Eder ließen es sich nicht nehmen den Wanderern ihre Aufwartung zu machen.