Neues Konzept in Klosterneuburg gegen den Blackout. Die Stadtverwaltung Klosterneuburg will sich noch besser auf einen möglichen Blackout vorbereiten.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. April 2021 (03:38)
Stadtrat für Zivil- und Katastrophenschutz Leopold Spitzbart möchte die Katastrophenprävention der Stadtgemeinde bei einem Blackout prüfen lassen.
Spitzbart, Spitzbart

Anfang Jänner 2021 hat eine überlastete Kupplung in einem Umspannwerk in Südosteuropa beinahe einen europaweiten Blackout ausgelöst. Extreme Frequenzschwankungen im Stromnetz zerstörten hunderte Geräte zum Beispiel am Flughafen Schwechat. Dabei war der Flughafen nur ein kleiner Nebenschauplatz von Europas größter Netzstörung seit Jahren und der Vorfall selbst nur ein Vorgeschmack auf das Horrorszenario Blackout.

„Ein großflächiger, längerfristiger Stromausfall würde unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen stellen. Leopold Spitzbart, Stadtrat für Zivil- und Katastrophenschutz

Stadtrat für Zivil- und Katastrophenschutz Leopold Spitzbart berichtet: „Als Blackout bezeichnet man den plötzlichen, überregionalen Stromausfall großer Stromnetze. Ein solcher Ausfall führt im Gegensatz zu lokalen Ausfällen vor allem bei längerer Dauer auch zu weitreichenden Infrastrukturausfällen, Telekommunikations-, Wasser-, Abwasser-, Geld-, Lebensmittel-, Gesundheitsversorgung und so weiter. Ein großflächiger, längerfristiger Stromausfall würde unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen stellen. Daher sind auch die zuständigen Stellen des staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagements gefordert, sich auf ein derartiges Szenario vorzubereiten. Eine klare Erkenntnis der Fachleute ist, dass eine effiziente Katastrophenbewältigung nur durch das optimale Zusammenwirken der Einsatz- und Rettungsorganisationen, der Behörden, der Infrastrukturbetreiber und der Bürger selbst möglich ist.“

Zusammenspiel aller Kräfte

Der Vorfall im Jänner soll nun zum Anlass genommen werden, um im Rathaus weitere Grundlagen zu erheben, wie die Stadtgemeinde Klosterneuburg mit all ihren Referaten und ausgelagerten Betrieben auf ein Blackout vorbereitet ist.

Stadtrat Spitzbart abschließend: „Gemeinsam mit dem Zivilschutzbeauftragten der Stadtgemeinde Alexander Weber und Leonhard Schmuckenschlager wollen wir nun eine Evaluierung aller Referate und ausgelagerten Betriebe durchführen, um zu sehen, wie der Ist-Stand ist und in welchen Bereichen man noch Verbesserungen in der Vorsorge machen könnte, um noch besser gerüstet zu sein.“

Corona als Vorbereitung

Von vorausschauender Katastrophenprävention profitierte man in Klosterneuburg bereits im letzten Jahr aufgrund der Covid-19-Situation. Krisenstäbe waren definiert, gut geschult und konnten so ihre Arbeit sofort effizient aufnehmen.