Klosterneuburg bekommt schnellere S-Bahn-Anbindung. Alle 15 Minuten: Es ist geschafft! Die Bemühungen der Stadt um Verbesserungen für die Pendler finden in einer Verdopplung des Angebots zu den Hauptverkehrszeiten Niederschlag.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 01. November 2017 (05:39)
Der Einsatz von PUK-Stadtrat Johannes Kehrer hat sich zum Wohle der Bürger gelohnt.
NOEN, privat

Nun ist es offiziell: Ab 10. Dezember werden zwischen 5 und 9 Uhr morgens und 15 bis 19 Uhr abends die S-Bahn-Verbindungen zwischen Wien und Kritzendorf verdoppelt. Mit dem Fahrplanwechsel stehen auf der S40 Taktverdichtungen ins Haus. Zwischen Bahnhof Kritzendorf und Wien fahren die Züge künftig im Viertelstunden-Takt. Damit wird das Angebot zur Hauptverkehrszeit verdoppelt, rund 11.500 zusätzliche Sitzplätze stehen zur Verfügung.

Zwischen Bahnhof Kritzendorf und Wien fahren die Züge künftig im Viertelstunden-Takt

„Ich bin überglücklich, dass unsere Forderungen tatsächlich umgesetzt werden“, strahlt Verkehrsstadtrat Johannes Kehrer (PUK), „unsere inhaltliche und öffentliche Arbeit der letzten Jahre hat sich ausgezahlt. Wir können unseren Pendlern nun noch bequemere Fahrten nach Wien ermöglichen.“

Und fürwahr: Diesen Erfolg kann sich die PUK (Plattform Unser Klosterneuburg) auf ihre Fahnen heften. Vor zwei Jahren, als seitens des VOR die REX-Halte in Klosterneuburg gestrichen wurden, begann die Arbeit: Tausend Unterschriften wurden in Windeseile bei Pendlern gesammelt, eine PUK-Resolution zur Taktverdichtung ans Land einstimmig im Gemeinderat verabschiedet, und gleichzeitig hat PUK-Verkehrsstadtrat Kehrer in laufenden Gesprächen mit dem VOR nachdrücklich für diese Verbesserung geworben. Kehrer: „Und nun ist es soweit - wir bekommen unseren Viertelstundentakt, auch wenn die Intervalle eher 20/10 Minuten sind als 15/15, mehr gibt die Strecke nun mal nicht her.“

Auch Verdichtung am Wochenende

Die S40 Richtung Tulln wird nun auch an Wochenenden durchgehend halbstündlich geführt, die Stundenintervalle am Samstagnachmittag und Sonntag sind passé. Und nach Tullnerfeld kommt man künftig auch stündlich ohne Umsteigen.

Auch Landtagsabgeordneter Christoph Kaufmann ist ein Vater dieses Erfolgs: „Ich freue mich, dass der erste Schritt der Taktverdichtung nach Klosterneuburg geschafft ist. Der Dank dafür geht an Landesrat Karl Wilfing für seinen Einsatz in den Verhandlungen.“ Mittelfristig sei das Ziel der weitere Ausbau der Taktverdichtung Richtung St. Andrä Wördern und Tulln. Kaufmann: „Wie sich hier bereits gezeigt hat, gibt es eine gemeinsame Basis mit allen Beteiligten, damit bin ich zuversichtlich, auch weitere Anliegen Klosterneuburgs auf Schiene zu bringen.“

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