Ansturm auf Corona-Tests in Stockerau.  Rund 21.600 Antigen-Schnelltests haben Stadtarzt Amir Baradar und sein Team bis Montag in Stockerau durchgeführt, 22 davon waren positiv.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Februar 2021 (04:59)
Stadtarzt Amir Baradar koordiniert die Tests – vom Kugelschreiber bis zur Qualitätskontrolle. Am Bild führt Sarah Freuthofer gerade einen Abstrich bei Eleonore Kopf durch.
privat

Am größten war der Andrang am Sonntag vor dem Ende des Lockdowns: Rund 2.100 Personen pilgerten an diesem Tag zwecks Testung in die Milleniumshalle. „An Spitzentagen sind 46 freiwillige Helfer im Einsatz“, schildert er.

Hauptgrund, sich testen zu lassen, sei an diesem Tag der Besuch einer körpernahen Dienstleistung gewesen, weiß Baradar aus Gesprächen. Viele brauchen den Test aber auch aus beruflichen Gründen. „Und wir haben viele Stammkunden, die einfach ihren Beitrag leisten wollen“, erzählt er. Es gäbe auch viele Kinder, die freiwillig zum Testen kommen.

Dem Argument, man brauche sich nicht testen lassen, wenn man sich nicht krank fühle, tritt er entschieden entgegen. Sinn dieser Tests sei, jene positiven Fälle herauszufiltern, die keine Krankheitsanzeichen haben. „Symptomlos heißt nicht, dass ich das Virus nicht weitergeben kann“, stellt Baradar klar, „ich gefährde damit potenziell jemanden, der vielleicht nicht symptomlos bleibt, sondern einen schweren Verlauf hat.“

Größtes Thema in seiner Ordination ist derzeit die Frage nach einer Impfung, insbesondere nach dem Biontech/Pfizer-Vaczin. „Jeder Impfstoff hat seine Vor- und Nachteile“, sagt er. Grundsätzlich sei die Impfung derzeit die einzige Möglichkeit, das Gesundheitssystem zu entlasten, denn: „Bei einem schweren Verlauf verbringt man im Durchschnitt 14 Tage auf der Intensivstation.“ -vl-

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