25 Jahre Forstprojekt. Das Forstprojekt Stockerau wurde 1989 gegründet. Im Schnitt finden 52,5 Prozent der Teilnehmer zurück ins Berufsleben.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 11. Juni 2014 (23:59)
NOEN, Höberth
Feierten das Forstprojekt Stockerau: Projektleiter Karl Roll, LR Karl Wilfing, Manfred Nowak (AMS), Leopold Schidl, Christa Niederhammer, Heinrich Reuss, Karl Fakler (AMS) sowie Andreas Schachinger, Ludwig Keinrath und Monika Scheffel vom Projektteam.

STOCKERAU / Es ist ein Projekt, das Erfolgsgeschichte schrieb: 1988 wurde der Verein Aktion Lebensraum Wald geschaffen, der es sich zum Ziel machte, Langzeitarbeitslosen zurück ins Erwerbsleben zu helfen. Das Forstprojekt Stockerau startete im Februar 1989 mit acht arbeitslosen Männern, die für ein Jahr in ein gefördertes Dienstverhältnis übernommen wurden. Zwei Drittel der Kosten übernimmt das AMS, den Rest trägt das Land NÖ. Mittlerweile erhalten zwölf Arbeiter eine neue Chance.

Ihre Aufgabe ist es, vor allem Forstarbeiten in den Wäldern des Weinviertels durchzuführen, wofür sie auf ein Jahr angestellt werden – mit sozialarbeiterischer Betreuung.

Seit der Gründung haben rund 400 arbeitslose Kunden der AMS-Geschäftsstellen Korneuburg, Mistelbach und Tulln das Angebot genutzt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: 52,5 Prozent der Teilnehmer, also mehr als der Hälfte, ist der Sprung zurück ins Arbeitsleben gelungen.

Gründe gab es also genug, das 25-jährige Bestehen zu feiern

Die wichtigsten Förderer waren unter den Festrednern vertreten. „Was hier geleistet wird, ist sichtbare Arbeit“, lobte der Leiter des AMS NÖ, Karl Fakler. Landesrat Karl Wilfing, der in Vertretung des Landeshauptmanns gekommen war, beeindruckte vor allem die Erfolgsquote: „Die Arbeitslosen können hier persönlich stark profitieren. Man zeigt ihnen, dass sie gebraucht werden.“

Leopold Schidl, der den Verein mitbegründet hat, brachte es auf den Punkt: „Menschen, denen man es nicht mehr zutraut, haben hier eine großartige Chance, in die Arbeitswelt zurück zu kehren.“