AMA sperrt Schweinemastbetrieb im Bezirk Korneuburg

Aktualisiert am 24. Juni 2022 | 11:15
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Schweine Symbolbild
Symbolbild
Foto: Shutterstock/ CHIRATH PHOTO
VGT machte auf katastrophale Zustände in Schweinemastbetrieb aufmerksam. Amtstierärztin reagierte prompt. 
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Es sind schockierende Bilder aus einem Schweinemastbetrieb im Bezirk Korneuburg, die der Verein gegen Tierfabriken (VGT) veröffentlicht hat: Schweine auf einstreulosem Vollspaltenboden mit Verletzungen und abgebissenen Schwänzen. Dazwischen liegen tote Tiere in unterschiedlichem Verwesungsstadien, teilweise werden sie von den anderen Schweinen aufgefressen. Besonders pikant: Es handelt sich um einen Betrieb mit AMA-Gütesiegel. 

Der VGT hat gegen den Betrieb mit den 2.000 Mastplätzen Anzeige erstattet und Mittwochvormittag vor Ort demonstriert. Wie Bezirkshauptmann Andreas Strobl im NÖN-Gespräch erläutert, war noch am selben Tag die Amtstierärztin vor Ort. Festgestellt wurden Tiere mit Verletzungen, "aber keine Tierkadaver".

Es wurde Anzeige erstattet, der Betreiber muss die Missstände sofort beseitigen, Kontakt mit dem zuständigen Tierarzt wurde aufgenommen. Die verletzten Tiere mussten euthanisiert werden. "Bei den bisherigen Kontrollen war der Betrieb unauffällig", betont Strobl. Jetzt müsse man das Verfahrensergebnis abwarten, im schlimmsten Fall drohe dem Betreiber ein Tierhalteverbot.

Auch die AMA hat reagiert und den Betrieb Donnerstagmittag laut Landesstudio des ORF gesperrt. Das bedeute, es dürften aktuell keine Tiere verkauft werden, die unter dem AMA-Gütesiegel laufen.

Lesen Sie mehr in der Printausgabe der Korneuburger NÖN, die am Mittwoch erscheint. 

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