Synagoge: „Der Erwerb wird schwierig“. Die Geschichte der Synagoge vom Beginn bis heute war Thema im Kulturzentrum.

Erstellt am 22. Mai 2015 (06:20)
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Klaus Köhler (mi.) forderte vehement, dass die Synagoge von der Stadt erworben und renoviert werden solle. Bürgermeister Christian Gepp (li.) und Kulturstadtrat Andreas Minnich würden ja gerne, wenn das alles doch nur nicht so viel kosten würde. Foto: Preineder
NOEN, Preineder

Großes Interesse erweckte die Ausstellung „Synagoge, Rossmühle, Garage“, die im Kulturzentrum von Bürgermeister Christian Gepp eröffnet wurde.

Zahlreiche Ehrengäste vor Ort

Der Obmann des Museumsvereins, Peter Langhammer, konnte zahlreiche Ehrengäste, darunter Bezirkshauptfrau Müllner-Toifl, Kulturstadtrat Andreas Minnich, Experten vom Denkmalamt, den Ex-Bürgermeister von Spillern Karl Sablik, der seine Doktorarbeit über die Korneuburger Wirtschaft verfasste und aus dem sich der Museumsverein für die Ausstellung bediente, sowie zahlreiche Stadtpolitiker begrüßen. Langhammer dankte auch seinem Team, das ganze Arbeit geleistet hat.

Hauptverantwortlicher für die Schau war Klaus Köhler, ein absoluter Kenner der jüdischen Geschichte Korneuburgs. Er forderte von den Stadtverantwortlichen, das Gebäude, das sich in Privatbesitz befindet und derzeit als Garage genutzt wird, zu erwerben und zu restaurieren.

Köhler zog Vergleiche mit Bruck

Gepp zeigte sich nicht abgeneigt. Er hätte auch schon beim Land um Förderungen angesucht, meinte aber: „Das wird schwierig. Alleine können wir das nicht stemmen.“

Köhler drängte daraufhin: „In Bruck an der Leitha wurde erst im Dezember eine ähnliche Synagoge angekauft. Warum sollte das in Korneuburg nicht möglich sein? Natürlich werden das Land und der Bund nicht für die ganzen Kosten aufkommen, da ist schon auch die Stadt Korneuburg gefordert.“