Erstellt am 21. Januar 2017, 05:00

von Theodora Höger

Korneuburger machen Karriere auf den Seychellen. Im Urlaub einen Platz zum Leben gefunden: Junge Korneuburgerin managt gemeinsam mit ihrem Freund erfolgreich einen Tourismusbetrieb auf den Seychellen.

Emir Salihodzic, Pierre Morel, Martie Morel, Darmina Jasarevic, Emmanuel Morel und Lionel Morel sind mittlerweile ein gutes Team.  |  privat

Irgendwann bleib i dann durt – dieser Titel von STS beschreibt den Lebensstil der 28-jährigen Korneuburgerin Darmina Jasarevic. Gemeinsam mit ihrem Freund Emir (29) managt sie auf der Insel Praslin auf den Seychellen eine Unterkunft für Touristen. Auf Winterurlaub in Österreich gab sie der NÖN ein Interview.

NÖN: Wieso sind Sie ausgewandert?

Jasarevic: Also auswandern wollten wir eigentlich immer schon. Nicht, dass wir Österreich nicht zu schätzen wüssten, aber die Abenteuerlust hat uns sehr angetrieben, uns die ganze Welt anzusehen. Ursprünglich hätte uns das Flair von Kalifornien besonders angesprochen, San Francisco wäre das Ziel gewesen. Aber das hätte keinen sonderlich radikalen Wandel im Lebensstil bewirkt.

Und wieso haben Sie sich dann für die Seychellen entschieden?

Jasarevic: Ich weiß nicht warum, aber ich wollte immer schon mal auf die Seychellen zum Urlaub machen. Wir haben dann ein sehr günstiges Angebot gefunden und unsere Quartiergeber dort sehr gemocht – der Kontakt ist erhalten geblieben. Wir haben damals schon gesagt, dass wir gerne auswandern möchten und dass uns auch die Seychellen gut gefallen. Da haben sie uns noch für ziemlich verrückt gehalten. Als wir sie dann aber wieder besucht haben, waren sie gerade dabei, das La Modestie zu eröffnen, und sie brauchten im Management dringend Leute, die gut Deutsch sprechen und auf die sie sich verlassen können. Sie haben gefragt, ob wir uns das zutrauen und wir haben ziemlich schnell „ja“ gesagt.

Sie waren Lehrerin, Ihr Freund war Sales Manager – war das nicht eine sehr große Umstellung?

Jasarevic: Ja, natürlich mussten wir sehr viel lernen. Aber deswegen sind wir ja auch aufgebrochen: Um mehr über die Welt und uns selbst zu lernen. Wir mussten uns anfangs in den Betrieb einarbeiten. Das war nicht einfach, aber wir haben es gut gemeistert. Es macht unfassbar viel Spaß und wir bereuen keine Sekunde, diese Herausforderung angenommen zu haben. Die Seychellen sind wunderbar.

Was hat Sie dort am meisten überrascht?

Jasarevic: Die Leute dort sind sehr entspannt und offen: Aussehen und Religion spielen keine Rolle; ich kann sogar aufs Amt barfuß gehen. Grantig sind sie nie: Wenn ein Bus eine Stunde Verspätung hat, dann lächeln sie nur und sagen: „But we live in Seychelles.“ Wir genießen dieses einfache, entspannte Leben: Die Seychellois verbringen viel Zeit mit ihrer Familie und Freunden, plaudernd bei Gesellschaftsspielen oder beim Grillen am Strand.