Bauchstich selbst zugefügt. Nachdem eine 36-jährige Frau aus Bisamberg (Bezirk Korneuburg) am vergangenen Samstag mit einem tiefen Bauchstich ins Landesklinikum Korneuburg eingeliefert worden war, ist am Montag der unter Tatverdacht geratene Lebensgefährte auf freien Fuß gesetzt worden.

Erstellt am 14. März 2011 (13:53)
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"Die Frau hat ihr Aussageverhalten geändert. Sie hat im Rahmen ihrer Einvernahme im Spital zugegeben, dass es sich um eine Eigenverletzung gehandelt hat", gab der Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, Friedrich Köhl, bekannt. Daher habe man bei Gericht die Enthaftung des Mannes beantragt.

Die Frau dürfte seit längerem von Eifersuchts-Anfällen geplagt gewesen sein. Immer wieder soll es deshalb zu Streitereien gekommen sein. Auch am Samstag gab es eine Auseinandersetzung, weil die 36-Jährige ihrem Freund ein Verhältnis zu einer anderen Frau unterstellte. "Grundlos", wie Manfred Ainedter, der Anwalt des Mannes, betonte: "Sie hat meinem Mandanten zuerst das Gesicht zerkratzt. Er hat sich umgedreht, da hat sie ein Messer genommen und es sich in den Bauch gestochen."

Vor dem Versuch, sich selbst eine zweite Stichwunde zuzufügen, sei es dem Mann gelungen, der 36-Jährigen die Waffe zu entwinden, schilderte Ainedter. Danach habe er die Rettung angerufen.