Land schließt Kfz-Zweig

Erstellt am 28. September 2016 | 07:08
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Lehrling weiblich Mechaniker Werkstatt Öldruck im Auto wird gemessen Öldruck im Auto wird gemessen. Mit dem Öl Messstab wird der richtige Ölstand kontrolliert
Foto: NOEN, Erwin Wodicka - wodicka@aon.at
Die hartnäckigen Gerüchte haben sich zum Teil bewahrheitet: Das Land hat eine „Neuordnung“ des Landesschulwesens beschlossen, Kfz-Bereich in Stockerau wird aufgelassen.
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Es ist nicht mehr daran zu rütteln: Das Land hat bekannt gegeben, dass der Kfz-Zweig der Landesberufsschule in Eggenburg eingegliedert wird. Der Bereich Elektrotechnik wird aber weiterhin in der Brodschildgasse gelehrt.

Heute als Expositur der Kfz-Berufsschule in Eggenburg verstanden, wurde der Schulstandort in Stockerau bereits 1974 eröffnet. Da dieser aber zu klein konzipiert war, wurde 1977 in Eggenburg gebaut. Nun dürfte der wirtschaftliche Druck für den kleineren Standort aber zu groß geworden sein, wie WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser glaubt: „Die Konkurrenz im Umfeld ist sehr groß“, weiß er. Für die Stadt sei der Verlust der Ausbildungsrichtung jedenfalls ein harter Schlag. Einziges Trostpflaster für Moser: Er hofft, dass das Schulgebäude sinnvoll weitergenützt wird, „zum Beispiel als Fachhochschule.“

„Wir bemühen uns, dass alle Schüler, die ihre Ausbildung in Stockerau begonnen haben, auch dort abschließen können.“

Marion Gabler-Söllner

Dem kann sich SP-Bürgermeister Helmut Laab nur anschließen: „Für uns geht es um die Nachnutzung. Alles, was in den Bereich Bildung geht, wäre sinnvoll. Aber das liegt in der Hand des Landes.“

Neben den Berufsschulen sind auch Landwirtschaftliche Fachschulen von der propagierten „Neuordnung“ betroffen. Diese sei in Zusammenarbeit mit Experten entwickelt worden und soll in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden. Wann es für den Standort Stockerau so weit sein wird, kann Marion Gabler-Söllner von der Presseabteilung des Landes nicht sagen: „Wir arbeiten die Zeitpläne gerade aus. In Stockerau könnte die Umsetzung aber rasch erfolgen, da der Standort ja nur in Eggenburg integriert werden muss“, weiß sie.

Man habe sich für die Schließung entschieden, da in den letzten Jahren viel in den Standort Eggenburg investiert wurde. „Dort wird alles geboten, um die Schüler so auszubilden, wie es die Betriebe brauchen“, so Gabler-Söllner. Die Verantwortlichen seien bestrebt, einen möglichst schonenden Übergang zu schaffen: „Wir bemühen uns darum, dass alle Schüler, die ihre Ausbildung in Stockerau begonnen haben, diese auch dort abschließen können.“

Mehr zu den Neustrukturierungen lesen Sie hier.

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