Minister bei den Wölfen in Ernstbrunn. Bildungsminister Heinz Faßmann besichtigte das Wolf-Science-Center.

Von Josef Christelli. Erstellt am 31. Juli 2020 (04:05)
Hoher Besuch im Wolfforschungsinstitut im Wildpark Ernstbrunn: Andreas Minnich, Kurt Kotrschal, Friederike Range, Petra Winter, Christiane Teschl-Hofmeister, Heinz Faßmann und Horst Gangl halten vor dem Wolfsgehege Abstand.
Christelli

Seit elf Jahren ist das Wolf-Science-Center (WSC) im Wildpark Ernstbrunn heimisch. Am vergangenen Mittwoch war deshalb hoher Besuch angesagt: Bundesbildungsminister Heinz Faßmann, ÖVP-Nationalratsabgeordneter Andreas Minnich und ÖVP-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister kamen in den Wildpark.

Dort wurden sie von ÖVP-Bürgermeister Horst Gangl und den beiden Mitbegründern des WSC Kurt Kotrschal und Friederike Range sowie der Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität Wien Petra Winter und Fürstin Johanna Reuss begrüßt.

Gangl stellte die Marktgemeinde Ernstbrunn und die wichtige Rolle des Wildparks und des Wolf-Science-Centers als Touristenmagnet vor. Faßmann war wissbegierig und führte mit Kotrschal und Range lange Gespräche.

Das Dreiecksverhältnis Mensch – Hund – Wolf wurde dem Minister in einer kurzen Vorführung vor Augen geführt, mit dem erstaunlichen Ergebnis, dass der Wolf bei der Futterbeschaffung kameradschaftlicher und intelligenter ist als der Hund.

Minister Faßmann auf Tuchfühlung mit Wolf „Chitto“.
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Spannend war der Besuch bei den Wölfen im Gehege. Wolf „Chitto“ prüfte alle Besucher genau, war aber kooperativ und gab dem auf einem Baumstumpf sitzenden Minister die Pfote. Teschl-Hofmeister hatte zwar ein mulmiges Gefühl, Chitto begrüßte aber auch sie mit seinem „Pratzerl“.

Die Tiertrainerinnen zeigten, wie gut das Arbeiten mit den Wölfen funktioniert. Für die Besucher des WSC stehen Führungen und Programme zur Verfügung. Man kann sogar mit einem Wolf an der Leine einen Spaziergang wagen. Faßmann war beeindruckt: „Ich bin das erste Mal in Ernstbrunn und im Wildpark, kann aber nur allen empfehlen, hierher zu kommen.“

Das WSC lebt von der Kooperation mit der VetmedUni und teilweise von Spenden sowie von Unternehmungen wie Führungen und Veranstaltungen. Auch Verkäufe von Wolfsandenken tragen zur Finanzierung bei, wie auch die große Hilfe des Wildparkbesitzers Heinrich XIV Reuss.

In Gesprächen ließ Kotrschal anklingen, dass das WSC finanzielle Hilfe von Bund und Land brauchen könnte, dankte aber auch Rektorin Winter für die Kooperation.

Für den Minister endete der Besuch mit einer Überraschung, Winter überreichte ihm eine Urkunde für eine Forschungspatenschaft: „Wir haben uns sehr über den Besuch und die Wertschätzung gefreut.“