Betrug mit Teppichen im Bezirk Korneuburg. Zu einem Betrug mit Teppichen ist es im Bezirk Korneuburg gekommen. Laut NÖ Sicherheitsdirektion werden drei Verdächtige gesucht, die als Verkäufer auftraten und ihrem Opfer insgesamt 60.000 Euro abgenommen haben.

Erstellt am 10. August 2011 (15:38)
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Am 4. August war der Geschädigte zunächst telefonisch kontaktiert worden. Drei Stunden später kamen zwei Unbekannte zum Wohnhaus und offerierten einen Teppich, dessen Wert sie mit 40.000 Euro bezifferten, aber nach Verhandlungen um 12.000 Euro abgeben wollten. Der Käufer zahlte 10.000 Euro in bar, die restlichen 2.000 wollte er tags darauf begleichen. Am 5. August erschien dann einer der Männer vom Vortag in Begleitung eines anderen Unbekannten und brachte Teppiche als "Geschenk" mit.
 
Die beiden erzählten, dass sie noch weitere wertvolle Stücke am Flughafen Schwechat liegen hätten. Diese seien in einem Container beim Zolllager und müssten erst ausgelöst werden, weshalb sie ihren "Kunden" um ein Darlehen von 88.000 Euro ersuchten. Als Gegenleistung deponierten sie neun angeblich bereits verkaufte Teppiche im Gesamtwert von 170.000 Euro, worauf der Geschädigte ihnen 48.000 Euro übergab. Danach gab es keinen Kontakt mehr. Was die gelagerten Teppiche tatsächlich wert sind, ist derzeit Gegenstand von Ermittlungen.
 
Die mutmaßlichen Täter, der Aussendung zufolge südländischen Aussehens, waren in einem grauen Chrysler Voyager mit deutschem Kennzeichen unterwegs. Ein etwa 40-Jähriger soll als Fahrer agiert haben. Der Verkäufer, der sich als "Mustafa" vorstellte, wurde als korpulent beschrieben - ebenso der dritte Verdächtige, der sich "Ali" nannte. Bei ihm dürfte es sich um einen deutschen Staatsbürger handeln, gegen den bereits eine Festnahmeanordnung des Landesgerichtes Wien wegen ähnlich gelagerter Fälle besteht.
 
Sachdienliche Hinweise werden an die Polizeiinspektion Langenzersdorf, Tel. 059133-3247, erbeten. Phantombilder der Verdächtigen liegen auf.