3G am Arbeitsplatz: Kontrollen sind selbstverständlich

Viele Unternehmen im Bezirk Korneuburg haben schon seit Monaten strenge Prüfungen.

Erstellt am 10. November 2021 | 05:36
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Der Grüne Pass ist für das Personal in der Gitti City völlig selbstverständlich: Zuzana Meidlinger, Jakub Bauer, Hannes Hanisch, Gerald Broniszowski, Julia Körber, Karina Scheidl, Lukas Schlögl und Andreas Leister.
Foto: Herwig Mohsburger

Die 3G-Regel am Arbeitsplatz bereitet den Betrieben kaum Probleme. Die Impfquote liegt sehr hoch.

„Wir machen die stichprobenartigen Kontrollen schon seit rund zwei Monaten“, sagt der Betriebsrat von Bühler in Leobendorf, Thomas Windsor-Seifert, nebenbei auch SPÖ-Bürgermeister von Stetten. Im Betrieb gibt es eine eigene Impfstraße, Montag und Donnerstag sind Testtage. „Das Rote Kreuz testet, der Betriebsrat erledigt die Formalitäten“, erklärt Windsor-Seifert.

Für die 3G-Kontrollen wird ein Zufallsgenerator eingesetzt. Dieser wird vom Betriebsrat bedient und wirft Personalnummern aus, deren Inhaber dann überprüft werden. Probleme gibt es dadurch keine, das Verständnis der Mitarbeiter für die Maßnahmen ist groß.

Mitarbeiter reisen viel

Rund 450 Mitarbeiter sind ständig im Betrieb, 200 sind weltweit unterwegs. „Schon allein durch die Reisetätigkeit ist es ganz wichtig, dass sämtliche Maßnahmen zum Schutz vor Corona ergriffen werden“, erklärt der Betriebsrat. Die 3G-Regel schreckt bei Peter Max Maßmöbel in Stockerau niemanden, denn seit dem Frühsommer gibt es verpflichtende PCR-Tests für alle Mitarbeiter ohne Ausnahmen, erklärt Margit Max. Allerdings müssen die rund 135 Mitarbeiter nun zweimal pro Woche in die hauseigene Teststraße und einen Gurgeltest machen.

Interner Maßnahmenplan bei Kuchen-Peter

„Je nach gültiger Verordnung und steigenden Inzidenzen gibt es einen internen Maßnahmenplan bezüglich Mitarbeiterschutz und Arbeitssicherheit“, heißt es von Verena Skopek von Kuchen-Peter in Hagenbrunn. Dazu gibt es Covid-Beauftragte, die die Nachweise stichprobenartig überprüfen. Zusätzlich werden regelmäßig Mitarbeiter-Testungen vor Ort durchgeführt.

Post in Hagenbrunn hat aus Vergangenheit gelernt

Im Postverteilzentrum Hagenbrunn gab es zu Beginn der Pandemie einen Cluster, der so groß war, dass das Bundesheer mit Personal aushelfen musste. Nun erfolgen die 3G-Kontrollen durch regelmäßige Stichproben, sagt Pressereferentin Kathrin Schrammel. Pro Tag gibt es zwei Schichten mit jeweils 75 bis 80 Mitarbeitern, eigene Teststraße gibt es nicht. Acht Prozent der Mitarbeiter in Hagenbrunn sind Zeitarbeitskräfte. Allerdings wird laut Schrammel kein Unterschied bei den Kontrollen zwischen Eigen- und Leasing-Personal gemacht.

Bei der Gitti City in Stockerau stellt sich die Frage nach einem PCR-Test für das Personal nicht. „99 Prozent des Personals sind geimpft, der Rest ist genesen“, sagt Karina Scheidl. Ein Großteil des Personals sei sogar gemeinsam impfen gegangen. „Wir sehen uns als Gesundheitsbetrieb, da ist die Vorsorge unumgänglich“, so Scheidl. Deshalb macht sogar der Impfbus im November Station bei der Gitti City. Dabei sind auch rund 95 Prozent der Kunden bereits geimpft, ihre Daten sind bei der Anmeldung hinterlegt. Sämtliche Kontrollen der Kunden können zudem sofort beim Eingangsbereich erfolgen.

„Wir sind alle geimpft“, sagt Maria Makolm vom gleichnamigen Frisiersalon in Hausleiten. Alle vier im Betrieb tätigen Personen seien „so früh wie möglich“ zur Impfung gegangen. Vor einer möglichen Auffrischung will Makolm aber einen Antikörpertest machen und danach erst entscheiden, ob sie einen dritten Stich will. Griffbereit sind jedenfalls schon die FFP2-Masken: „Die kommen sicher bald wieder“, ist Makolm überzeugt.

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