Adventzeit im Lockdown: Stadtchefs als Bäcker

Auch bei bekannten Gesichtern im Bezirk Korneuburg halten Keksduft und Weihnachtsschmuck Einzug.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 05:31
Lesezeit: 2 Min
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Gemeinsam musizieren steht im Advent bei Jimi Dolezal und seinen Kindern Valentin, Severin und Carla am Programm.
Foto: privat

Im Haus des Korneuburger Bürgermeisters Christian Gepp werden die Adventtraditionen auch in der Lockdown-Zeit hochgehalten. „Natürlich haben wir einen Adventkalender und einen Kranz“, so der Stadtchef. Gattin und Tochter musizieren gemeinsam, Gepp beschränkt sich auf die Rolle des Zuhörers.

Wenn es aber ums Kekse backen geht, steht er in der ersten Reihe. „Ich komme ja aus einer Bäckerfamilie, da bin ich vorbelastet“, erzählt Gepp. Dann lässt er es sich nicht nehmen und steht mit der Schürze gemeinsam mit seiner Tochter in der Küche, um die Köstlichkeiten zu produzieren.

Auf Großfamilientreffen wird im Haus der Stockerauer Bürgermeisterin Andrea Völkl derzeit verzichtet, „um dann Weihnachten hoffentlich gemeinsam feiern zu können“. Ihre drei Enkel wissen bereits, „dass der Nikolaus heuer nicht kommen kann und nur etwas für sie abgibt“.

Gemeinsamer Advent mit Oma oder Opa

So ganz lässt sich Völkl das Erleben der Adventzeit mit den Enkelkindern aber nicht nehmen. Sind sie zu Besuch, wird gemeinsam gebastelt und das Haus weihnachtlich geschmückt. Und ganz wichtig: „Gemeinsam werden Kekse gebacken. Es schaut dann zwar in der Küche übel aus, aber wir haben Spaß dabei – und dann ist das Haus erfüllt von Weihnachtsduft“, so Völkl.

Impfen, Dienst als Notarzt – dem Stadtarzt von Stockerau, Amir Baradar, bleiben nur zwei Adventsonntage für die Kinder. Diese nutzt er aber auch: „Natürlich steht Kekse backen ganz oben am Programm“, und gemeinsam die Weihnachtsdekoration anbringen. Bei Schönwetter steht ein gemeinsamer Spaziergang auf der To-do-Liste. Ist das Wetter schlecht, freut sich Baradar schon da rauf, gemeinsam zu spielen.

„Ich genieße die stillste Zeit des Jahres mit meinen Enkelkindern auch ohne Adventmarkt-Rummel“, sagt der Korneuburger Künstler Wolfgang Peterl. Im gemütlichen, beheizten Atelier zeichnen, malen und basteln die fünfjährige Rosa und ihre achtjährige Schwester Sophie mit ihrem Opa. Der kreative Nachwuchs kreiert mit Freude Weihnachtsengel, Schneemänner und Rentiere.

Für Valentin, Severin und Carla ist der Advent ein besonderes Ereignis. Die Kinder im Alter von drei bis acht Jahren singen mit Begeisterung „Es wird scho glei dumpa“, „Leise rieselt der Schnee“ und „Oh Tannenbaum“ im weihnachtlich geschmückten Wohnzimmer. Begleitet werden sie vom Papa, dem Stockerauer Musiker und Sänger Jimi Dolezal, an der Gitarre. „Da 15 Konzerte im Dezember Corona-bedingt abgesagt wurden, genieße ich die Zeit mit der Familie umso mehr“, so Dolezal pragmatisch.

Den Schauspieler, Sänger, Entertainer und Regisseur muss Günther Frank ausschließen – „also bleiben nur der Maler und der Autor“. Für ihn geht es in der Adventzeit vor allem darum, sich zu besinnen. Allerdings bereitet Frank schon jetzt eine Ausstellung im LEMU, dem Langenzersdorf Museum, vor, die am 26. Jänner 2022 anlässlich des 110-jährigen Jubiläums der „Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs“, deren Ehrenmitglied er ist, eröffnet wird.

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