Bauern bangen um Herbsternte. Die aktuelle Hitzewelle mit teilweise über 35 Grad treibt auch den Bauern des Bezirks Korneuburg den Schweiß auf die Stirn: Nach einer mehr als mäßigen Sommerernte müssen sie jetzt auch noch um die Herbsternte bangen.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 08. August 2018 (05:01)
NÖN
Bezirksbauernkammer-Obmann Manfred Weinhappel bestätigt, dass die Wetterextreme zunehmen - was der Landwirtschaft schadet.

„Unsere einigermaßen optimistischen Aussichten schwinden mit jedem Tag Hitze“, bringt es Bezirksbauernkammerobmann Manfred Weinhappel aus Sierndorf auf den Punkt. „Kartoffel und Zuckerrübe wachsen bei 30 Grad nicht mehr“, erläutert er, „der Mais kommt mit diesen Temperaturen noch am besten zurecht.“ Bei den Zuckerrüben gibt es heuer massive Ausfälle. 60 Prozent der Anbaufläche hat der Rübenderbrüssler im Bezirk kahl gefressen.

„Kartoffel und Zuckerrübe wachsen bei 30 Grad nicht mehr, der Mais kommt mit diesen Temperaturen noch am besten zurecht."Bezirksbauernkammerobmann Manfred Weinhappel

Das heiße Frühjahr hat sich auch schon  auf die Sommerernte ausgewirkt, die im Großteil des Bezirks seit rund 14 Tagen abgeschlossen ist – um ein bis zwei Wochen früher als in einem Durchschnittsjahr.

„Dementsprechend schlecht war sie auch“, bedauert der Bauernkammer-Chef. Vor allem das Getreide hat unter den hohen Frühjahrs-Temperaturen gelitten. Am schlimmsten hat es ausgerechnet die Hauptgetreideart im Bezirk, den Winterweizen, erwischt. In einem Durchschnittsjahr werden rund fünf Tonnen pro Hektar geerntet, heuer mussten sich die Bauern mit 3,5 bis 4,5 Tonnen begnügen.


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