Erstkommunion: "Klassische Vorbereitung nicht möglich". Corona hat Auswirkungen auf die Erstkommunion und die Firmungen. Absagen gibt es heuer keine, man hat die Termine auf Ende Mai und Juni verschoben.

Von Herwig Mohsburger. Erstellt am 05. Mai 2021 (04:33)
Wortgottesdienst für Kinder wie in Enzersfeld waren oft der Ersatz für die „klassischen“ Gruppenstunden bei der Vorbereitung.
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Im Pfarrverband Leobendorf, Spillern und Kleinwilfersdorf finden Erstkommunion und Firmung wie in Langenzersdorf erst im Herbst statt. In Langenzersdorf werden rund 43 Kinder zur Erstkommunion gehen, etwa 50 zur Firmung. „Die Vorbereitungen haben schon begonnen, daheim im Homeschooling“, heißt es aus der Pfarre. Nach derzeitigem Stand werden Erstkommunion und Firmung jedenfalls in drei bis vier Tranchen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Nur Paten und Eltern dürfen dabei sein.

Im Pfarrverband Sierndorf – Großmugl erfolgen die Vorbereitungen über das Internet. Ab Mitte Mai will man dann in kleinen Gruppen im Freien arbeiten. Insgesamt 25 Kinder gehen zur Erstkommunion, bei der Firmung sind es 40. Die Termine sind im Juni.

Im Pfarrverband Ernstbrunn hat Pastoralassistent Ivo Bosnjak die Vorbereitungen übernommen. „Als Wortgottesdienste erlaubt waren, haben wir die Kinder in kleinen Gruppen unterrichtet“, so Bosnjak. Am 1. Mai fand die Firmung von 33 Jugendlichen in zwei Gruppen statt. Zur Erstkommunion kommen im Pfarrverband Ernstbrunn 45 Kinder aus zwei Jahrgängen. Die Termine finden im Juni statt.

Konfirmation war trotz Masken "richtiges Fest"

Auch in der Pfarre Niederhollabrunn war die Vorbereitung auf die Erstkommunion anders als gewohnt. Kaplan Anton Istuk: „Die klassische Erstkommunionsvorbereitung, in der in Gruppen gearbeitet wurde, war heuer nicht möglich. Es gab aber einen Wortgottesdienst, an dem die Kinder teilnehmen konnten.“ Da vergangenes Jahr keine Erstkommunion stattfand, gibt es Termine Ende Mai und Anfang Juni.

Für 76 Jugendliche aus Hausleiten, Stockerau, Leitzersdorf, Haselbach und Niederhollabrunn gibt es vier Firmtermine. Die Vorbereitung hat Pastoralassistentin Sissy Hanke übernommen. Zu Beginn schrieben die Jugendlichen Briefe, die sie in der Pfarre Stockerau in einer „Firmbar“ hinterlegten. Ab Jänner gab es Online-Treffen.

Und wie ist die Situation in den evangelischen Pfarren? In Korneuburg hat die evangelische Pfarrerin Anneliese Peterson hat die Konfirmation in den September verschoben, damit die Konfirmanden noch Möglichkeiten haben, einander zu treffen und etwas von der Kirche mitzubekommen. „Auch im letzten Jahr feierten wir im September dieses Fest. Wir saßen mit Masken in der Kirche, aber nichtsdestotrotz war es ein richtiges Fest“, berichtet Peterson. Das Abendmahl haben nur die Liturginnen und die Konfirmanden miteinander geteilt; aufgrund von Corona wurde nicht aus einem Kelch getrunken, sondern aus Weingläsern.

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