Erstellt am 08. August 2014, 14:43

von NÖN Redaktion

Kwizda Agro baut aus. Leobendorfer Betrieb will Arbeitsplätze und Standort sichern. Der Pflanzenschutzmittel-Erzeuger hat am Donnerstagabend Vertreter der angrenzenden Gemeinden über Ausbau- und Modernisierungsmaßnahmen informiert.

Eigentümer Johann Kwizda, Werksleiter Manfred Winter und Geschäftsführer Andreas Stöckl (v.l.) mit dem doppelwandigen Rohr, welches das alte Abwasserrohrsystem ersetzen soll.  |  NOEN, Veronika Löwenstein
Mit einem umfassenden Investitionsprogramm wird der Kwizda Agro Standort in Leobendorf modernisiert. Im Zuge von acht Einzelprojekten wird die Infrastruktur des Werkes optimiert sowie eine Produktionsanlage neugestaltet. Bis 2018 werden die Projekte umgesetzt. Ziel der Modernisierung ist, die Sicherheit zu erhöhen und den Standort nachhaltig sowie wirtschaftlich zu festigen. „Ziel ist es, das Kwizda Agro Werk Leobendorf zu einem Vorzeigestandort zu machen und ihn nachhaltig wirtschaftlich zu festigen“, sagt Johann Kwizda.

"Bleiben verlässlicher Parnter"

Der Pflanzenschutzmittel-Hersteller war in den letzten Jahren in die Schlagzeilen geraten, weil Pestizidrückstände durch lecke Abwassergruben ins Korneuburger Grundwasser gelangt waren. Die Sanierungsmaßnahmen sind noch im Laufen und werden auch noch einige Jahre dauern. Bis 2018 werden Zug um Zug alle Projekte umgesetzt. Zu diesen zählen sowohl Maßnahmen im Bereich des Umweltschutzes als auch Werksoptimierungen bei Produktion und Logistik. Auch das gesamte Abwassersystem wird erneuert. Die Sammelelbecken werden neu errichtet und das Rohrleitungssystem wird mit einem Sicherheitsmantel, also doppelwandig, ausgestattet. Der Außenmantel wird als zusätzlicher Schutz von Sensoren überwacht.

In den Startlöchern befindet sich auch die Neugestaltung der Herbizid Produktion. Dabei handelt es sich um eine Optimierung und Erweiterung der Produktions- und Logistikkapazitäten um rund 20 Prozent in den nächsten vier Jahren. Dieses Projekt folge den neuesten Entwicklungen am Pflanzenschutzmarkt und dient der Absicherung des Werkes und seiner Arbeitsplätze. „Mit diesen Investitionen in die Zukunft des Standortes ist es unser Ziel, wieder als verlässlicher Partner in der Region gesehen zu werden“, so Andreas Stöckl, Geschäftsführer der Kwizda Agro, zum Modernisierungsprogramm.

Drei neue Zertifizierungen angestrebt

Bis Mitte des nächsten Jahres strebt das Werk auch drei neue Zertifizierungen an. Externe Audits dokumentieren dabei das Qualitätsmanagement nach ISO 9001, das Umweltmanagement nach ISO 14001 und EMAS sowie das Arbeitsschutzmanagement nach ISO 18001 OHSAS. "So stellt Kwizda Agro sicher, dass die Abläufe im Werk Leobendorf nachhaltig umweltbewusst und sicher für Anrainer, Mitarbeiter und Kunden erfolgen", betont Johann Kwizda.

Bereits in den nächsten Wochen wird die das Werk umschließende Schmalwand fertiggestellt und auch die Anlage zur Geruchsminimierung installiert, die bereits mit September 2014 in den Probebetrieb geht.