Nachtbus: Weiterführung garantiert, dann wird evaluiert. SPÖ reklamiert Verlängerung für sich. VP-Stadtchef wundert sich: „Die haben doch überhaupt nichts getan.“

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 11. Dezember 2018 (15:59)
Von Victor Grow, Shutterstock.com
Symbolbild

Ein Schulterschluss zwischen den Gemeinden Langenzersdorf, Bisamberg, Korneuburg, Leobendorf, Spillern und Stockerau ermöglicht nun doch die Weiterführung des Nachtbusses. Eigentlich hätte die Linie, die von der Firma Dr. Richard betrieben wird, aufgrund mangelnder Auslastung, mit 1. Jänner eingestellt werden sollen. Zumindest bis Juni ist die Weiterführung nun garantiert, dann soll evaluiert werden.

Wie der Langenzersdorfer ÖVP-Bürgermeister Andreas Arbesser erklärte, würde man sich schon vorher,  im März,  noch einmal zusammensetzen, um über  das weitere Schicksal und über die Bedingungen  der einzelnen Gemeinden beraten. Die Fortführung wurde jedenfalls im Langenzersdorfer Gemeinderat schon einstimmig beschlossen. Auch die anderen Gemeinden werden hier laut Arbesser noch nachziehen.

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Christian Baumgärtel

Indessen reklamieren die SPÖ-Vertreter der betroffenen Gemeinden den Erfolg für sich. Der stellvertretende Vorsitzende der SPÖ-Langenzersdorf, Christian Baumgärtel, kritisierte dabei vor allem den Korneuburger Bürgermeister Christian Gepp (ÖVP) im Speziellen - Er hätte falsche Zahlen vorgelegt. Es würden nämlich an die 40 Personen und nicht wie Gepp sagte, nur sieben Personen pro Fahrt, die Linie benützen – und die „schwarzen Gemeinden“ im Allgemeinen, denen er unterstellte, den Nachtbus nicht zu bewerben und in den jeweiligen Gemeindezeitungen totzuschweigen.

„Das ist ja spannend. Genau jene, die in dieser Sache überhaupt nichts getan haben, weder per Mail noch bei den Gesprächen anwesend waren, wollen den Erfolg jetzt für sich reklamieren! Wenn sie die mangelnde Bewerbung kritisieren, so kann ich nur fragen: Warum hat die SPÖ hier nie agiert“ schüttelt Gepp auf NÖN-Nachfrage den Kopf.

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Christian Gepp

Er spricht von angenehmen und emotionslosen Gesprächen, die mit Parteipolitik überhaupt nichts zu tun hatten. Vor allem ging es dabei darum, dass man den Fahr-Zeitplan  überarbeiten,  alternative Angebote einholen und die Tarife zwischen den betroffenen Gemeinden nachjustieren müsse.  Er gibt aber auch zu, dass die Fahrgast-Frequenz in letzter Zeit stark  rückläufig war.