Pannenserie machte Koch mürbe: Ausraster. Fehlendes Personal, ausgefallene Kühlung und verdorbenes Essen: Koch für Hochzeit drehte durch und ging sogar Polizisten an.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 18. November 2019 (10:18)
Symbolbild
Shutterstock, AFPics

Bei den Vorbereitungen für eine Hochzeitstafel am 10. August dieses Jahres in einem Veranstaltungssaal einer Gemeinde im Bezirk Korneuburg ging für den beauftragten Chefkoch und Wirten (53) schief, was nur schief gehen konnte: fehlendes Personal, unter anderem hatte auch der Hilfskoch den Chef im Stich gelassen, und als Höhepunkt der Misere fiel dann auch noch die Kühlanlage aus und ließ bereits vorbereitete Speisen sauer werden.

Der 53-Jährige wusste nicht mehr, wo ihm der Kopf stand, und genehmigte sich zur Nervenberuhigung einige Gläschen. Der Alkohol trug aber wenig zur Beruhigung des Weinviertlers bei, im Gegenteil: Er brachte das Blut des 53-Jährigen erst recht in Wallung. Lautstark ließ er dann seinen Unmut freien Lauf. Er brüllte das Personal an und trat mehrfach gegen eine Tür. Der Krach und Radau alarmierte letztlich sogar Polizeibeamte.

Der Anblick der Uniformierten gab dem Weinviertler dann offensichtlich den Rest. Auf beruhigende Worte, wie die Beamten im Ermittlungsverfahren schilderten, sei der Aufgebrachte nicht eingegangen. Er habe geschimpft und sogar drohend die Faust erhoben, erzählten vor Gericht.

„Ich habe nicht aufgerieben, zumindest nicht bewusst“, erklärte der Weinviertler vor Gericht. Er habe sicher wild gestikuliert, aber doch nicht drohend die Faust erhoben, beteuerte er. Dass er sich unangemessen verhalten habe, räumte er letztlich ein und übernahm die Verantwortung für seinen Auszucker: „Ich habe schon alles bezahlt, was ich kaputt gemacht habe.“

Der einsichtige Weinviertler kam mit einer Diversion – Einstellung des Verfahrens gegen Bezahlung von 1.000 Euro – noch einmal glimpflich davon.