Polizei nahm mehrere Schlepper fest

Immer öfter verlaufen Routen von Schlepperbanden durch den Bezirk Korneuburg. Die Polizei arbeitet auf Hochtouren.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 05:19
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Wie in der Vorwoche berichtet, verlagern sich die Routen der Schlepperbanden vermehrt nach Niederösterreich. Dass es im Bezirk Korneuburg zu Schleppertätigkeiten kam, bestätigte auch die Landespolizei Niederösterreich. Bedienstete des Landeskriminalamts führten seit Oktober 2021 Ermittlungen gegen eine kriminelle Vereinigung durch, die immer wieder syrische, libanesische und ägyptische Migranten von der ungarisch-serbischen Grenze nach Österreich schleppt. Die Schlepperfahrzeuge sind fast ausschließlich in Ungarn für den Verkehr zugelassen.

Die Schlepperroute führt von Ungarn über die Slowakei und Tschechien zu den Grenzübergängen im Bezirk Mistelbach nach Österreich, wo die Migranten nördlich von Wien abgesetzt werden, heißt es seitens des Landeskriminalamts. Gemeinsam mit Bediensteten des Bezirkspolizeikommandos Korneuburg und der Bereitschaftseinheit Niederösterreich wurden verstärkt Kontrollen verdächtiger Fahrzeuge durchgeführt.

Skrupellos und fluchtbereit

Dabei wurden bisher 15 Schlepper (moldawische, ukrainische und usbekische Staatsbürger) entweder direkt nach dem Grenzübertritt nach Österreich oder später im Bezirk Korneuburg sowie in Wien festgenommen. Die Beschuldigten zeigten sich bei den Anhaltungen äußerst skrupellos und fluchtbereit. Am 25. November wurde von Bediensteten des Bezirkspolizeikommandos Korneuburg ein Schlepper festgenommen, der sowohl in Ungarn als auch im Bezirk Korneuburg bereits eine Anhaltung missachtet hatte und mit dem Fahrzeug geflüchtet war. Die Beschuldigten wurden über Auftrag der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.

Zum Thema waren Schlepperbanden im Bezirk geworden, als Hinterlassenschaften von Flüchtlingen in Hagenbrunn aufgefunden wurden ( die NÖN berichtete ). Nun wurden auch am Bisamberg Spuren gefunden: Alexander Wondrak von der Berg- und Naturwacht entfernte diese mit seinen Kollegen. Da es sich dabei vorwiegend um Schlafsäcke und Bekleidung handelte, verständigte er die Polizei, die eine Funkstreife aus Langenzersdorf entsendete. Man solle etwaige Beobachtungen sofort der Polizei melden, so ihr Rat. Gemeinsam mit seinen beiden Kollegen beschloss Wondrak, die Hinterlassenschaften der Flüchtlinge einzusammeln.