Signale der Tiere richtig deuten lernen. Verpflichtender Hundeführerschein für „Neueinsteiger“.

Von Herwig Mohsburger. Erstellt am 29. Juli 2020 (03:20)
„Der Hund ist keinKinderersatz“– Alexandra Boyer wird von Ups und Rubin als Rudelführerin akzeptiert. Deshalb geht sie mit den beiden auch regelmäßig auf denAbrichteplatz.
Mohsburger

„Eine Beratung, wie Waldhäusl vorschlägt, reicht nicht, ein verpflichtender Hundeführerschein wäre wichtig für das Basiswissen der Hundehalter“, ist die ehemalige Hundetrainerin Alexandra Boyer aus Spillern überzeugt. Denn viele Leute können ihre Hunde nicht lesen, „99 Prozent können Signale der Tiere nicht richtig deuten“, so Boyer. Dies führe dann zu Problemen mit anderen Hunden oder mit Menschen. Die „Schlimmsten unter den Ahnungslosen“ sind laut Boyer die, die sagen: „Mein Hund tut nichts.“

Beim Unterricht sollte man sich an die Vorgaben von Wien halten und die Inhalte des Sachkundenachweises übernehmen, schlägt sie vor. Die besten Ansprechpartner finde man am Hundeplatz, rät Boyer speziell unerfahrenen Hundebesitzern. Solange es keine verpflichtenden Schulungen gibt, müsse an die künftigen Hundebesitzer appelliert werden, genau zu überlegen, warum man einen Hund will und ob man mit dem Tier auch „nur im Hausgebrauch“ – also ohne Ausbildung etwa zu einem Schutzhund – zurechtkommen kann. „Der Hund ist kein Kinderersatz“, pocht Boyer.

Umfrage beendet

  • Verpflichtende Ausbildung für Hundehalter notwendig?