Spitäler rüsten sich für Omikron-Welle

Erstellt am 21. Januar 2022 | 05:55
Lesezeit: 3 Min
Die 7-Tages-Inzidenz ist im Bezirk Korneuburg auf über 1.000 gestiegen, vier Personen werden im Spital betreut. Das könnte sich bald ändern …
Werbung

Trotz steigender Infektionszahlen bleibt die Lage auf den Covid- und Intensivstationen des Landesklinikums Korneuburg-Stockerau stabil. In den letzten Tagen wurden im Schnitt zwei bis vier Patienten an den beiden Spitalsstandorten betreut. Dabei ist die Zahl der neuen Corona-Fälle in den letzten Tagen im Bezirk Korneuburg geradezu in die Höhe geschossen: 1.021 Neuinfektionen wurden in den letzten sieben Tagen gemeldet. Die Inzidenz ist mit 1.112,5 (Stand Montag, 17.1.) die höchste im ganzen Weinviertel. Zum Vergleich: Im Bezirk Hollabrunn lag die Inzidenz zum selben Zeitpunkt bei 580,5.

Dass die Lage so ruhig bleibt, davon geht man im Spital allerdings nicht aus. Das würden Erfahrungen aus Ländern zeigen, wo die Omikron-Welle bereits voll eingeschlagen hat. „Wir können davon ausgehen, dass Omikron zwei- bis dreimal ansteckender als die Delta-Variante ist. Auch wenn die neue Variante durchschnittlich milder verlaufen wird, ist aufgrund der hohen Anzahl von zeitgleich Erkrankten mit einer wesentlichen Zunahme hospitalisierter Patienten zu rechnen“, sagt der ärztliche Direktor Rainer Ernstberger.

Der Schutz der Patienten und Mitarbeiter stehe an erster Stelle. „Die Patienten werden von Mitarbeitern betreut, die sich genauso anstecken können wie alle anderen Menschen auch“, gibt Ernstberger zu denken. Deshalb sei der laufende Hinweis auf Prävention so wichtig. Umfangreiche Hygienekonzepte würden dabei für ein Höchstmaß an Sicherheit sorgen. „Dazu gehören unter anderem das Tragen einer FFP2-Maske im Klinikum und auch in der Öffentlichkeit, das Meiden von großen Menschenansammlungen, die Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln und das regelmäßige PCR-Testen“, zählt der Direktor auf.

Besonders in den versorgungskritischen Bereichen werde bei der Dienstplaneinteilung wieder auf Gruppenteilung geachtet. Dienstübergaben und Besprechungen werden möglichst kurz und mit geringer Teilnehmerzahl abgehalten. Wo es möglich ist, werde Videotechnik eingesetzt. Dreimal wöchentlich tagt der Krisenstab per Videokonferenz. „Durch die engmaschige Abstimmung können Maßnahmen sehr rasch und effizient auf die gegebenen Notwendigkeiten angepasst werden“, versichert Ernstberger.

Werbung