Start für neues RK-Bezirkseinsatzleitersystem. Ein neues System soll die Sanitäter entlasten. Der neu geschaffene Bezirkseinsatzleiter übernimmt bei großen Einsätzen die organisatorischen Aufgaben.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. Juli 2019 (06:14)
Rotes Kreuz Korneuburg/Jens Werenskiold
Provisorisch hat sich der Bezirkseinsatzleiter in einer Testphase bereits bewährt.

Das Rote Kreuz startet das Bezirkseinsatzleiter-System im Bezirk Korneuburg, d.h. seit 1. Juli gibt es rund um die Uhr einen Bezirkseinsatzleiter (BEL) im Dienst. Er unterstützt bei schwierigen und größeren Einsätzen die organisatorischen Maßnahmen der Rettungsdienste und fährt mit einem eigenen Einsatzfahrzeug zum Einsatz.

„Entlastet massiv die Rettungskräfte“

„Die organisatorischen Anforderungen am Einsatzort erfordern zunehmend rasches Handeln und Führen – gleichzeitig ist es aber die eigentliche Aufgabe der Sanitäter, sich um die Versorgung der Verletzten zu kümmern“, erklärt Josef Schmoll, Präsident des Niederösterreichischen Roten Kreuzes die Erfordernis der neuen Führungskräfte.

Speziell bei Bränden, Ereignissen in Tunneln, Notfällen mit mehreren Betroffenen und großen Unfällen soll sich der neue Einsatzleiter bewähren: „Er kümmert sich vor Ort vornehmlich um die Kommunikation mit anderen Einsatzorganisationen und die laufende Lageberichterstattung. Damit entlastet er massiv die Rettungskräfte. Anstatt sich zusätzlich um die Einsatzorganisation zu kümmern, können diese sich nun voll auf die Versorgung der Patientinnen und Patienten konzentrieren“, erklärt Bezirkskommandantin Angelika Weiler die Vorteile.

Als Bezirkseinsatzleiter kommen erfahrene Sanitäter zum Einsatz, die einen Führungskurs sowie eine Ausbildung im Großschadensmanagement absolviert haben. Ein ausgeklügeltes Dienstrad sorgt dafür, dass rund um die Uhr ein Einsatzleiter im Dienst ist. Sein Einsatzgebiet erstreckt sich über den gesamten Bezirk, in den Nacht- und Wochenendstunden ist der Bezirkseinsatzleiter zu 100 Prozent ehrenamtlich besetzt.