Stufenausbildung für Hundebesitzer. Hunde-Experte Georg Sticha zweifelt bei Waldhäusl-Vorschlag an der Praxistauglichkeit.

Von Herwig Mohsburger. Erstellt am 29. Juli 2020 (03:47)
Nicht nur der Hund, auch sein Herrl braucht die nötige Ausbildung. Danngelingen auch Übungen wie diese von Georg Sticha.
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Die Vorschläge von Landesrat Gottfried Waldhäusl bezeichnet Georg Sticha als ungenügend. „Der Vorschlag von Waldhäusl geht am Ziel, am Praxisbezug vorbei“, erklärt der Obmann des ÖRV Langenzersdorf, der auch Leistungsrichter und Chef des 1. Österreichischen Hundeausbildungs- und Problemhunde-Therapiezentrums in Langenzersdorf ist.

Der ÖRV habe Hilfe angeboten, um praktikable Bestimmungen zu schaffen, „aber die Ratgeber des Landesrats haben oft wenig Ahnung von der Praxis“, so der Hundeexperte.

Sticha will, dass auf Basis des Sachkundenachweises, wie er in Wien bei Listenhunden verlangt wird, ein mehrstufiges Modell aufgezogen wird. „Viele wissen ja nicht, was auf einen Hundebesitzer wirklich zukommt“, berichtet er aus der Praxis. Deshalb will er als erste Stufe einen Theorieunterricht für den angehenden Hundebesitzer. Der Inhalt sollte dem Sachkundenachweis entsprechen.

Die zweite Stufe soll laut Sticha erfolgen, „wenn der Hund da ist“, als verpflichtende Praxis am Abrichteplatz von zumindest zehn Stunden. Später sollte dann auch überprüft werden, ob der Hund geführt werden kann.

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