AMA reagiert auf Horrorbild in Schweinestall

Aktualisiert am 29. Juni 2022 | 09:15
Lesezeit: 2 Min
Landwirtschaftskammer NÖ "erschüttert" von Zuständen in Betrieb im Bezirk Korneuburg. AMA will Kontrollsystem überarbeiten. ACHTUNG: Einige Fotos in der Bilderstrecke oben können verstörend wirken. Wenn ihr sie nicht sehen wollt, klickt bitte nicht weiter.
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Nach Bekanntwerden der Zustände in einem Schweinemastbetrieb im Bezirk Korneuburg hat jetzt auch die Landwirtschaftskammer NÖ reagiert.

Man sei "erschüttert von den Verfehlungen" und bietet dem Betrieb, der das AMA-Gütesiegel getragen hat,  Unterstützung zur Behebung der Missstände an.

Wie berichtet, hat der Verein gegen Tierfabriken Fotos aus dem Betrieb veröffentlicht, auf denen zahlreiche tote Schweine in unterschiedlichsten Verwesungsstadien zu sehen sind:

Teilweise werden die toten Tiere von anderen Schweine gefressen, teilweise sind nur noch die Knochen übrig.

"Die Landwirtschaftskammer NÖ steht kompromisslos für eine ordnungsgemäße Tierhaltung", betont die Kammer, "Verstöße gegen Tierhaltungsvorschriften sind gemäß den gesetzlichen Vorgaben zu ahnden."

Man gehe von einem überfordertem Landwirt aus, der die Tiere vernachlässigt hat. Er habe signalisiert, mit den Behörden vollends zu kooperieren, um die Situation zu verbessern. "Diese Zustände repräsentieren nicht die gewissenhafte Arbeit aller anderer schweinhaltenden Betriebe", betont die Landwirtschaftskammer.

Auch die AMA verurteilt die Zustände in dem Betrieb und hat diesen mit sofortiger Wirkung aus dem AMA-Gütesiegel ausgeschlossen. "Finanzielle Sanktionen werden folgen", kündigt man von Seiten der AMA an. Als Konsequenz werde man das Kontrollsystem im Schweinebereich "massiv nachschärfen". Künftig werde es auch - was bisher unüblich war - völlig unangekündigte Kontrollen geben. 

Bei der AMA spricht man nach einer Freitagvormittag durchgeführten Kontrolle am betroffenen Betrieb von einem "beachtlichen Schaden für das AMA-Gütesiegel und für die gesamte Schweinebranche."

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