Energieverein löst sich nach 10 Jahren auf. Zum Abschied werden 4.000 Euro gespendet.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 02. April 2021 (04:28)

„Eigentlich hört die Arbeit im Kampf gegen den Klimawandel nie auf“, lautet die Devise des Energievereins. Doch diese Arbeit müssen künftig andere übenehmen, denn der Verein löst sich nach zehn Jahren auf. Beim Start hielt man diesbezügliche Anstrengungen oft noch für überflüssig oder übertrieben. Heute ist das anders.

„Wir haben auch unter Gemeindevertretern hier im Bezirk anfangs Unverständnis geerntet“, erinnert sich der aus Kleinengersdorf stammende Vereinsobmann Herbert Starmühler. Sein Stellvertreter, der Bisamberger Helmut Prinz, ergänzt: „Man hat unser Engagement für übertrieben gehalten.“ Mittlerweile hat sich vieles geändert: Aus staatlich geförderten Alibihandlungen wurden ernsthafte Projekte und Bemühungen, um der Erneuerbaren Energie zum Durchbruch zu verhelfen.

Know-how des Vereins steht zur Verfügung

Gemeinden, Unternehmen und vor allem viele Privatpersonen erkannten, dass der Klimawandel zu einer der größten Bedrohungen der Menschheit geworden ist – und dass er von eben dieser Menschheit verursacht wird. „Damit ist die Geschäftsgrundlage unseres Vereins mit mehr als hundert Mitgliedern und Mitarbeitern sozusagen weggefallen“, erklärt der Obmann. Man brauche nun nicht mehr aufzurütteln und zu informieren, weil das mittlerweile andere tun.

Fast 4.000 Euro befanden sich noch in der Vereinskasse. Diese kommen nun als Spende den Elternvereinen der Volksschule Bisamberg und des Gymnasiums Korneuburg zugute, verbunden mit der Bitte, den Kindern und Jugendlichen die Zusammenhänge von Energie, Umwelt und Klima in Projekten oder Exkursionen nahezubringen. Das Know- how der Vereinsmitglieder steht aber weiter zur Verfügung. Über die Website www.energie-bau.com werden Inhalte verbreitet und es sind lose Zusammenkünfte und Veranstaltungen geplant.

Walter Nitsch, der langjährige Mitstreiter und Vereinskassier, konnte die Spendenübergabe nicht mehr erleben, vor einigen Wochen ist er plötzlich verstorben. Starmühler ist geschockt: „Wir sind erschüttert und trauern um einen gutherzigen und engagierten Mitmenschen, dem wir viel zu verdanken haben.“