Lese verspricht Aussichten auf guten Wein. Qualität und Quantität der Weine sollen gut werden, glaubt der Bisamberger Winzerobmann Stephan Friedberger – wenn das Wetter passt.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 04. September 2021 (05:25)
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Winzerobmann Stephan Friedberger glaubt an einen hervorragenden Jahrgang.
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Kein anderes Produkt verbindet man so mit der Marktgemeinde Bisamberg wie den Wein. Wie sich der Rebensaft entwickelt, ist deshalb jedes Jahr von eminenter Bedeutung für die Winzer und den Tourismus. Für ein großes Aufatmen, wenn auch noch mit einem kleinen Fragezeichen versehen, dürfte die Prognose von Weinbauvereinsobmann Stephan Friedberger sorgen: „Es könnte ein hervorragender Jahrgang werden.“ Er schränkt aber ein: „Wenn das Wetter im Herbst passt.“ Trockenes Wetter mit kühlen Nächten wären ideal.

Wunsch nach trockenem Wetter mit kühlen Nächten

Die Menge an Trauben ist jedenfalls bis dato ausreichend, daher sollte die Quantität auch stimmen. Friedberger blickt zurück: „Es war ein abwechslungsreiches Jahr. April und Mai waren eher feucht und kühl, Juni und Juli dafür heiß und trocken.“ Als „April-Monat“ entpuppte sich der August, er war regnerisch, anfangs warm, jetzt kühl. Der Obmann rechnet mit einem Beginn der Lese Mitte September mit den Frühsorten, sie wird dann bis Mitte Oktober andauern. Den Sturm soll es Anfang September geben, Jungweine ab Ende Oktober.

Wie überall machte auch die Pandemie den Winzern einen Strich durch die Rechnung. So sind die traditionelle Weintaufe und ähnliche Veranstaltungen für heuer abgesagt. Friedberger und seine Winzerkollegen haben wegen Corona keine leichte Zeit hinter sich: „Jeder ist froh, dass der Heurigenbetrieb wieder möglich ist. Hoffentlich bleibt es so.“