Peter F. Mayer (Liste Pilz): „Wollen in Gemeinderat“

Peter F. Mayer aus Bisamberg, Bezirkskandidat der Liste Pilz, will IT- und Umweltwissen einbringen.

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Peter Franz Mayer will KMUs fördern, um lokale Arbeitsplätze im Bezirk zu schaffen.
Foto: privat

Warum kandidieren Sie für die Liste Pilz?

Mayer: Peter Pilz ist der Aufdecker der Nation und einer der Garanten dafür, dass Korruption bekämpft wird. Zwei Jahrzehnte neoliberaler Gier haben sehr viel vom Sozialstaat zerstört. Gerechtigkeit ist mir seit jeher ein wichtiges Anliegen, und diese wird von der Liste Pilz am konsequentesten vertreten. Die Liste Pilz ist ein wichtiges Gegengewicht zur extremen Rechten und dem politischen Islam.

Wie ist es dazu gekommen?

Mayer: Wie die Liste Pilz im Sommer entstanden ist, war ich beeindruckt von der Qualität und dem Know-how der Kandidaten. Ich habe langjährige Erfahrung mit IT, Internet und Digitalisierung sowie Umweltschutz. Dieses Wissen bringe ich in die Arbeit der Liste Pilz ein. Ich trete gegen die Aushöhlung von Privatsphäre und für Datenschutz ein und bin für die Schaffung von Rahmenbedingungen, um die Steigerung der Produktivität vor allem denen zugutekommen zu lassen, die sie schaffen.

Wie würden Sie sich im Nationalrat für den Bezirk Korneuburg einsetzen?

Mayer: Das derzeit vordringliche Thema im Bezirk ist die geplante Errichtung des Postverteilzen-trums am Gelände des Kraftwerks. Ich arbeite seit Bekanntwerden des Projekts in der Bürgerinitiative mit, deren Forderungen von der Liste Pilz voll und ganz unterstützt werden. Ich trete dafür ein, die Breitband-Infrastruktur in der Re- gion auszubauen und die dafür nötige Finanzierung bereitzustellen. Weiter geht es darum, durch die Förderung von KMUs lokale Arbeitsplätze zu schaffen. Mittel dazu sind spezielle Weiterbildungsangebote und Förderungen für ländliche und klassische KMUs – etwa durch Lohnnebenkostenbefreiung für Digitalisierungsmitarbeiter.

Wo sehen Sie in der Zukunft die größten Herausforderungen der Region?

Mayer: Gerade der Bezirk Kor-neuburg erlebte in den vergangenen Jahren einen massiven Wohnbau, was zu deutlicher Zunahme des Verkehrs geführt hat. Das südliche Weinviertel muss als hochwertiges Wohn- und Erholungsgebiet erhalten bleiben und zusätzliche lokale Arbeitsplätze vornehmlich in KMUs geschaffen werden. Ein Logistikzentrum verursacht dagegen eine enorme zusätzliche Verkehrslawine, ganztägige Belastungen durch Lärm, Feinstaub und Abgase und eine nächtliche Lichtglocke. Das sind Projekte, die im Interesse Tausender Anrainer verhindert werden müssen. Dagegen gilt es, intelligente Mobilität zu fördern mit der Entwicklung flexibler, intelligenter, vornehmlich öffentlicher Verkehrsangebote. Lokale Arbeitsplätze in KMUs reduzieren den Verkehr, verkürzen Arbeitswege und erhöhen damit die Lebensqualität. Weinbau und generell Landwirtschaft müssen ihren traditionellen Platz in der Re- gion behalten.

Sehen Sie eine Zukunft der Liste Pilz auch auf lokaler Ebene, also als Vertreter im Gemeinderat?

Mayer: Die Liste Pilz wird auch bei den kommenden Landtagswahlen antreten, für die auch ich kandidieren werde, so ich bei der Nationalratswahl nicht genug Vorzugsstimmen für ein Mandat erhalte. Selbstverständlich wollen wir dann auch bei Gemeinderatswahlen kandidieren.