Rasche Hilfe für Familie nach Brand. Bürgermeister rief per Facebook zur Mithilfe bei Quartiersuche auf.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 06. November 2019 (04:18)
Der Brand konnte rasch gelöscht werden, das Haus bleibt aber unbewohnbar.
FF-Bisamberg

Schnell und unbürokratisch handelte ÖVP-Bürgermeister Günter Trettenhahn. Nach einem Brand verlor eine Familie ihre Bleibe. Per Facebook bat der Ortschef die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach einem Übergangsquartier.

Es war in der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober, als im Obergeschoss eines Einfamilienhauses ein Brand ausbrach. Dieser wurde von der Feuerwehr zwar rechtzeitig gelöscht, das Haus wird aber für ein paar Monate unbewohnbar bleiben. Während der Brandbekämpfung wurde auch das gesamte Haus abgesucht und ein Hamster aus dem Gefahrenbereich gebracht. „Da sich der Brand sowohl auf einen Teil des Dachstuhls als auch in den Fußboden bzw. auf die darunterliegende Holzdecke ausgebreitet hatte, waren umfangreiche Nachlöscharbeiten und auch das Öffnen eines kleinen Teils des Daches über die Drehleiter notwendig“, heißt es seitens der Feuerwehr Bisamberg, die auch von den Wehren aus Korneuburg und Klein-Engersdorf unterstützt wurde.

„Die Hilfsbereitschaft war beeindruckend“

Trettenhahn: „Die Familie, sie hat ein Kind, das bei uns die Schule besucht, sucht jetzt nach einem Ersatzquartier.“ Das ließ dem Ortschef keine Ruhe. Er streckte seine Fühler über persönliche Kontakte aus und warb auch via soziale Medien wie Facebook, um der Familie bei der Quartiersuche zu helfen. Der Beitrag wurde binnen kürzester Zeit fast 300 Mal geteilt, und bereits mittags am 27. Oktober kamen die ersten Rückmeldungen mit Angeboten und Hinweise auf mögliche Ersatzquartiere. „Konkrete Angebote habe ich gleich an die Familie weitergeleitet, und ich bin mit ihr auch im laufenden Kontakt“, so Trettenhahn. Sobald ein Ersatzquartier fixiert wird, will er dies auch bekannt geben.

„Es war beeindruckend, wie hoch die Hilfsbereitschaft ist und dass auch in einer nicht so einfachen Frage etliche positive Rückmeldungen gekommen sind“, zeigte sich der Bürgermeister von der Mithilfe der Bevölkerung positiv überrascht: „In diesem Sinne möchte ich allen herzlichst danken und hoffe für die betroffene Familie sehr, dass sie für die kommenden Monate eine Bleibe in Bisamberg haben wird.“