Fall Martin B.: Verdächtige bis auf Weiteres in Haft. Die beiden im Zusammenhang mit der Bluttat in Gerasdorf - der 43-jährige Mamichan U. alias Martin B. wurde am 4. Juli unweit der Wiener Stadtgrenze erschossen - festgenommen Männer befinden sich weiter in Haft. Das bekräftigte der Sprecher des Korneuburger Landesgerichts, Wolfgang Schuster-Kramer, am Donnerstag.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 23. Juli 2020 (14:54)
Landesgericht Korneuburg
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Bei dem angeblich tatbeteiligten 37-Jährigen, der mit dem Opfer zum Tatort gekommen war und der zunächst als Zeuge gegolten hatte, wurde die U-Haft um vier Wochen verlängert. Bei dem mutmaßlichen Schützen war dies insofern nicht erforderlich, als er bis zu seiner Inhaftierung offene Geldstrafen nicht bezahlt hat. Daher wurden nun eine Ersatzfreiheitsstrafe aus einer vorangegangen Verurteilung wegen eines minder schweren Vergehens und Verwaltungsstrafen "schlagend", die der 47-Jährige bis Jänner 2021 absitzen muss. Danach wird - sollten die Ermittlungen in dem Mordfall noch andauern und Haftgründe gegeben sein - die U-Haft wieder Thema. "Die U-Haft ist nur unterbrochen", hieß es seitens der Staatsanwaltschaft. Sollten die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen, wäre mit einer Verlängerung zu rechnen.