Anonymes Schreiben: Schulweg-Projekt sorgt für Kritik

Der neue Schulweg zwischen Bruderndorf und Niederfellabrunn stößt einigen Bürgern sauer auf: Andere Projekte wären wichtiger gewesen.

Erstellt am 04. Dezember 2021 | 05:50
Lesezeit: 1 Min
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Der neue Schulweg von Bruderndorf nach Niederfellabrunn reißt bei einigen Bürgern Wunden auf: Andere Projekte würden schon zu lange hintangestellt, so die Kritik.
Foto: Michaela Höberth

Nachdem die NÖN über den neuen Schülerweg von Bruderndorf zur Volksschule Niederhollabrunn berichtet hatte, welcher im Zuge der Schutzengelaktion erbaut wurde, und die weitere Planung des Schulweg-Projekts unter ÖVP-Bürgermeister Jürgen Duffek vorgestellt hatte, machte eine anonyme Beschwerde-Mail mehrerer Bürger der Marktgemeinde die Runde. Das Schreiben stieß letztendlich bei der Liste Schachel auf Gehör.

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Die empörten Bürger stellten eine Liste von bekannten Mängeln zusammen, die ihrer Meinung nach zuerst behoben werden sollten, ehe sich die Gemeinde mit der Gestaltung neuer Projekte befasst. Den Verfassern, die ihre Anonymität wahren wollen, sind die nicht ausreichende Straßenbeleuchtung in der Weinberggasse und die mangelhafte Instandhaltung der dort eingesetzten Bepflanzung ein Dorn im Auge.

Bürgermeister: Probleme werden schon bearbeitet

Auch hofft man da rauf, dass die Problematik um das Kriegerdenkmal Richtung Praunsbergstraße, das laut den Bürgern eine Sichteinschränkung für den Verkehr darstellt, gelöst wird. Zudem gebe es Unstimmigkeiten rund um die Parkmöglichkeiten in Richtung Lagerhaus.

ÖVP-Bürgermeister Jürgen Duffek kontert die Kritik: „Hier werden Punkte aufgelistet, die jährlich auf der Agenda stehen und erledigt werden. Wer sich in unserer Gemeinde auskennt oder wirklich mit Leuten im täglichen Kontakt steht, weiß, dass diese Themen längst bearbeitet werden.“

Dazu würde kommen, dass jedes Projekt mit Weitblick umgesetzt werden sollte. Deswegen will Duffek Schachel zur Arbeit einladen: „Eine Wunschliste ohne Eigeneinsatz einfach weiterzugeben, ist selbst eines Schachels unwürdig. Wieso redet er nicht selbst mal mit Menschen, sondern lebt nur vom Schriftverkehr?“, fragt sich der Bürgermeister.