Krimi um Erhalt der Kellergassen in Leobendorf. Weinkeller wurden ohne Vorinfo geschleift, Bauvorhaben auf 108 Quadratmetern.

Von Herwig Mohsburger. Erstellt am 06. Mai 2021 (04:48)
Zwischen diese beiden Keller soll ein Wohnhaus gezwängt werden, ärgert sich auch Robert Pfarrwaller von der Bürgerinitiative.
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Die Mitglieder der Initiative zum Schutz der Kellergassen bezeichnen die Vorgänge in der Sonnwendgasse bereits als „Kellergassenkrimi“. Man hat zwar einen Teilerfolg erzielt: Drei Keller, die als zusammenhängendes Baugrundstück zum Verkauf angeboten waren – die NÖN hatte berichtet – hat mittlerweile ein Anrainer gekauft. Insgesamt sind es aber schon acht alte Keller, die die Initiative schützen will.

Aktuell wechselte aber ein weiterer Keller den Besitzer. Vergangene Woche erhielten die Anrainer eine Information von der Gemeinde über das Bauansuchen des Bauwerbers. Um auf dem nur knapp über 108 Qua dratmeter großen und 6,5 Meter schmalen Grundstück überhaupt eine Bebauung möglich zu machen, soll entgegen dem Bestand an das Nachbargebäude gekuppelt werden, kritisiert die Initiative. Sämtliche Gegenargumente seien von der Gemeinde als „haltlos“ bezeichnet worden. Für Montag war ein Gesprächstermin mit ÖVP-Bürgermeisterin Magdalena Batoha angesetzt, um die Forderungen darzulegen. Details waren bis Redaktionsschluss nicht bekannt.

Seit vergangenen Freitag sind die Vorgänge in der Sonnwendgasse um eine Aktion reicher: Zwei Weinkeller wurden ohne Benachrichtigung der Anrainer abgerissen. „Ohne schützenswerte Objekte glaubt man wohl, leichter eine Baugenehmigung und den Baulandpreis zu erhalten“, so die Vermutung der Anrainer.