Schuss löste Großaufgebot der Polizei in Korneuburg aus

Aktualisiert am 29. Juni 2022 | 10:07
Lesezeit: 2 Min
60-Jähriger hätte delogiert werden soll, er verschanzte sich in seiner Wohnung. Cobra-Beamte griffen nach stundenlangen Verhandlungen schließlich ein.
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Stundenlang war gestern (28. Juni) ein polizeilicher Großeinsatz in der Korneuburger Hovengasse im Gange, jetzt sind genauere Hintergründe bekannt: Ein Gerichtsvollzieher wollte Dienstagfrüh mit Unterstützung von Bediensteten der Polizeiinspektion Korneuburg eine Exekution durchführen. Da der 60-jährige Beschuldigte trotz mehrmaliger Aufforderung nicht die Wohnungstür öffnete, wurde gegen 8.30 Uhr ein Schlüsseldienst mit der Türöffnung beauftragt. Nachdem die Wohnungstür einen Spalt geöffnet war, konnte aus der Wohnung ein Schuss wahrgenommen werden. Daraufhin verließen die eingesetzten Personen den Gefahrenbereich, Polizisten sicherten die Wohnung.

Außerdem nahmen Polizisten aus dem Bezirk Korneuburg und die Schnellen Rettungskräfte (SRK) die Außensicherung vor, das Gebiet rund um die Korneuburger Hovengasse wurde großräumig gesperrt. Das hinzugezogene Cobra-Einsatzkommando übernahm die Sicherung der Wohnung. Bedienstete der Verhandlungsgruppe nahmen mit dem 60-Jährigen Kontakt auf und versuchten ihn zur Herausgabe der Waffe und zum Verlassen der Wohnung zu bewegen.

Da die Verhandlungen keinen Erfolg brachten, wurde gegen 15 Uhr von Cobra-Beamten der Zugriff durchgeführt und der 60-jährige aufgrund einer Festnahmeordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg vorläufig festgenommen. Bei der anschließenden Hausdurchsuchung konnte eine geladene Pistole aufgefunden und sichergestellt werden.

Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt. Der Beschuldigte zeigte sich geständig und wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.

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