VP-Ortschef mit Klarstellung nach „Gesindel“-Posting. Weinviertler ÖVP-Ortschef schrieb in Zusammenhang mit den Demos gegen die Coronabeschränkungen von "Gesindel". FPÖ fordert seinen Rücktritt.

Von Herwig Mohsburger. Erstellt am 20. Januar 2021 (11:27)
privat, Screenshot: Facebook/Screenshot

Ein Posting auf der privaten Facebookseite des Harmannsdorfer ÖVP-Bürgermeisters Norbert Hendler erhitzt derzeit die Gemüter. Denn vor rund einer Woche, am 13. Jänner, hatte er seinen Unmut darüber geäußert, dass bei den Demos gegen die Coronabeschränkungen auch Rechte mitmarschieren.

Norbert Herndler
privat

„Ich habe mich klar gegen Rechte, Nazis und Randalierer gestellt“, erklärt Hendler gegenüber der NÖN. Es ist für ihn unverständlich, dass manche Demonstranten hetzerische Parolen bei vergangenen Demos verbreiten konnten, obwohl Wiederbetätigung strafbar ist.

Aus diesem Grund habe er auch diese kleine Gruppe innerhalb der Demonstranten als „Gesindel“ bezeichnet, das eingesperrt gehöre. 

Aufgrund der großen Aufregung sei Hendler allerdings bewusst geworden, dass das Bild, das er dem Posting angehängt hatte, ganz normale Demonstranten zeigt.

Hendler betont, dass er diese große Gruppe nicht beschimpfen wollte, „gegen diese Leute habe ich ja nichts.“ Es sei einfach passiert, dass er sich in seiner Formulierung leider nicht deutlich genug abgegrenzt hatte, was ihm jetzt auch bewusst geworden ist.

Screenshot: Facebook/Screenshot

Inzwischen fordert FPÖ-Landtagsabgeordnete Ina Aigner, ihr Gatte ist Gemeinderat in Harmannsdorf, in einer Aussendung den Rücktritt Hendlers und rät: „Herr Bürgermeister, lernen Sie Demokratie, Rechtsstaat und Verfassung!“

Die große Mehrheit der regierungskritischen Demonstrationsteilnehmer seien „aufrechte Staatsbürger, Arbeiter, Angestellte, Unternehmer, Familien mit ihren Kindern und Senioren.“ Diese zehntausenden Menschen als rechtes Gesindel zu bezeichnen, „ist das Allerletzte“ kritisiert Aigner.